Menden: Bei Burger King den Führerschein „verdriftet“

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DRIVE In, nicht DRIFT In…

In der Nacht zu Mittwoch, fast pünktlich zur Geisterstunde, fiel ein Auto mit waghalsigen Manövern auf dem Parkplatz des Mendener Burger King auf. Der Golf sei mit quietschenden Reifen über den Parkplatz gedriftet, so ein Zeuge.

Die Polizei fand das Fahrzeug wenig später auf dem Parkplatz des Berufskollegs. Darin saßen drei junge Männer – keiner von ihnen volljährig. Der Fahrer, ein 17-Jähriger aus Wickede, konnte keinen Führerschein vorweisen: Er nahm am Programm „Begleitetes Fahren ab 17“ teil – von der Begleitung aber keine Spur.

Dafür waren aber die Kennzeichen des Autos gestohlen, der Wagen nicht zugelassen – und zur Krönung stand der Fahrer auch noch unter dem Einfluss von Alkohol. Die dreisten Drei durften mit auf die Wache und wurden dann an ihre Erziehungsberechtigten übergeben.

PKW und Kennzeichen stellte die Polizei sicher, auf den 17-Jährigen kommt nun so einiges zu – der Führerschein wird es wohl eher nicht sein.

Beim Programm „Begleitetes Fahren ab 17″ bekommen die Teilnehmer nach bestandener Prüfung eine so genannte „Prüfungsbescheinigung“ zum 17. Geburtstag. In Kombination mit einem Ausweis gilt das quasi als Führerschein im Begleiteten Fahren. Diese Fahrerlaubnis wird nun wohl erstmal weg sein. Auch mit einer Verlängerung der Probezeit von bis zu 12 Monaten, einer MPU (Medizinisch-Psychologische Untersuchung) und einem drei- bis vierwöchigen Aufbauseminar für Fahranfänger muss der junge Mann nun rechnen, wie uns die zuständige Stelle beim Märkischen Kreis verriet. Die Entscheidung darüber wird wohl ein Jugendrichter treffen.