Höchste Instanz: Arbeitgeber darf Arbeitnehmer nicht willkürlich versetzen

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Ein Arbeitgeber darf einen Arbeitnehmer nicht willkürlich in eine andere Stadt versetzen – er muss seine Anweisung überzeugend begründen.

Dies hat das Bundesarbeitsgericht am Fall eines Dortmunder Immobilienkaufmanns entschieden. Der Arbeitnehmer hatte bis vors Bundesarbeitsgericht Erfurt gegen eine Versetzung von Dortmund nach Berlin gekämpft. Er bekam Recht, berichtet der WDR.

Denn für die Versetzungsorder in die Hauptstadt lagen keine triftigen unternehmensnotwendigen Gründe zu Grunde, sondern Streitigkeiten im Team. Deshalb sollte der langjährige Immobilienkaufmann für ein halbes Jahr nach Berlin wechseln. Doch er weigerte sich, nahm eine Abmahnung und sogar den Rauswurf in Kauf.

Das Bundesarbeitgericht in Erfurt entschied am Mittwoch: So einfach geht es nicht. Ein Arbeitgeber müsse “den Sinn seiner Anordnungen überzeugend belegen – im Zweifel bis vors Gericht”.

10 AZR 330/16