IHK Dortmund: Politische Spannungen belasten Handel mit der Türkei

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Foto: Pixabay (echosystem)
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Aufgrund der jüngsten politischen Spannungen zwischen Deutschland und der Türkei rechnet die Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund mit einem weiteren Dämpfer für die Geschäftsbeziehungen, wie sie in einer Pressemitteilung mitteilt.

Die DIHK befürchtet einen Handelsrückgang von mehr als 10 Prozent. Schon jetzt ist eine deutliche Zurückhaltung bei neuen Investitionen spürbar. Kleinen und mittelständischen Unternehmen sind die Risiken des türkischen Marktes häufig zu groß. Diese Zurückhaltung zeigt sich unter anderem in einem klaren Rückgang der Geschäftsanfragen bei der AHK in Istanbul.

In den vergangenen Jahren wurde die türkische Wirtschaft zu einem wichtigen Partner für die regionalen Unternehmen: Nordrhein-Westfalens Exporte in die Türkei stiegen von 2014 auf 2015 um fast zehn Prozent auf über 4,5 Milliarden Euro an. Bereits 2016 brach der Export als Folge der zunehmenden politischen Spannungen in der Türkei bereits um fast 13 Prozent ein.

Probleme bereiten derzeit auch die häufigen Personalwechsel, die bei den staatlichen Stellen seit dem Putschversuch 2016 immer wieder vorgenommen werden und zum Beispiel die Zollabwicklung erschweren.

Dabei ist Deutschland der wichtigste Handelspartner der Türkei (ca. 10% Prozent des türkischen Handelsvolumens) – doch auch für Deutschland ist die Türkei wichtig: Mehr als 6.800 deutsche Unternehmen sind laut der AHK in der Türkei engagiert. Die Türkei ist u.a. ein bedeutender Abnehmer von Automobilen und Kfz-Zubehör.

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