Unfallflucht am S-Bahnhof in Massen

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Auch ein Parkrempler ist ein Unfall – sowas passiert. Einfach abhauen sollte aber keine Option sein.

Am vergangenen Freitag (28. Juli) beschädigte ein Unbekannter auf dem Parkplatz am S-Bahnhof Massener Bahnhofstraße einen schwarzen Opel Corsa. Der Unfall muss sich zwischen 07:45 Uhr und 15:15 Uhr ereignet haben.

Der Fahrer stellte bei seiner Rückkehr zum Auto einen Unfallschaden am linken Vorderrad fest. Der entstandene Sachschaden wird mit geschätzten 1.500 Euro beziffert.

Hinweise nimmt die Polizei in Unna unter 02303 – 921-3120 oder 02303 921-0 entgegen.

 

Viele scheinen zu denken „Ist ja nur ein Blechschaden!“ – dem Gesetzgeber ist das jedoch egal. Wer einen Unfall verursacht, egal wie klein, muss auch eine gewisse Zeit am Unfallort warten. Diese Zeitspanne muss „angemessen“ sein und wird mit 15 bis 30 Minuten beziffert.

Dann gilt:

„Hat also der Unfallmitwirkende eine angemessene Zeitlang am Unfallplatz gewartet und sich dann berechtigter oder entschuldigter Weise entfernt, so wird die sogenannte 24-Stunden-Regelung in Gang gesetzt. Diese besagt, dass sich der Unfallbeteiligte innerhalb von 24 Stunden nach Ablauf der Wartezeit im Nachhinein bei der nächstgelegenen Polizeidienststelle zu melden hat. Er ist dazu verpflichtet, der Polizei mitzuteilen, dass er an einem Unfall beteiligt war. Ferner muss er seine Anschrift hinterlegen sowie seinen Aufenthalt, das Kennzeichen und den Standort seines Kfz angeben. Weiterhin muss der Kraftfahrer in manchen Fällen sein Fahrzeug für eine ihm zumutbare Zeit lang über der Polizei zur Verfügung stellen.“ [Quelle: http://www.bussgeld-info.de/fahrerflucht/]

Normalerweise, wenn niemand bei dem Unfall zu Schaden kommt, genügt dieses Prozedere – im Falle von Bagatellschäden bei Parkremplern beispielsweise. Hält der Unfallfahrer die oben beschriebene 24-Stunden-Regelung ein, kann sich dies strafmildernd auswirken, wie auch im Falle einer Selbstanzeige.

Stellt euch einfach vor, ihr kommt zu eurem Auto und seht einen Schaden. Wie sehr würdet ihr euch ärgern? Und dann stellt euch weiter vor, das passiert bereits zum dritten Mal hintereinander in kurzer Zeit – wie es unserer Redakteurin im letzten Jahr passiert ist.