Fröndenberger Ex-Sheriff Beiske mit Schutzengel auf Autobahn

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Das Eisenteil durchschlug die Windschutzscheibe - und blieb stecken.

Manchmal schlägt das Karma bei den Richtigen zu – und manchmal beschützt es ebenso die Richtigen.

Der Fröndenberger Ex-Sheriff Theo Beiske hatte Glück – und zwar so richtig. Er war auf der Überholspur der A1 in Höhe Lichtendorf-Nord unterwegs, als es auf einmal knallte. Was dann passierte, weiß er nicht mehr.

Seine Erinnerung setzte erst wieder ein, als er mit eingeschalteter Warnblinkanlage auf der Standspur stand. „Instinktiv habe ich wohl alles richtig gemacht, aber wie genau, das weiß ich gar nicht mehr!“, sagt der Fröndenberger.

Ein schweres Eisenteil hatte seine Windschutzscheibe durchschlagen – auf Kopfhöhe. „Wenn das durchgegangen wäre, das hätte ich nicht überlebt. Ich feiere ab jetzt in jedem Jahr am 03. August noch einmal Geburtstag!“, so der Ex-Polizist erleichtert. „Aber erstmal ist mir ganz schön schlecht geworden.“

Nicht nur Theo Beiske hatte einen Schutzengel. Ein weiterer Autofahrer hatte einige Minuten vorher ein ähnliches Erlebnis, bei ihm wurde aber die Scheibe lediglich beschädigt, nicht durchschlagen.

„Wir haben beide unfassbares Glück gehabt“, so Beiske. “Wir haben unsere Nummern ausgetauscht und werden in Kontakt bleiben – wir sind ja jetzt praktisch Zwillinge. Zwillinge im Glück!“

Die alarmierte Autobahnpolizei hatte noch nach weiteren Teilen gesucht, jedoch nichts gefunden. Die Beamten vermuten, dass die Eisenteile von einem LKW mit mangelhafter Ladungssicherung kamen – das lässt sich aber kaum mehr herausfinden.

Theo Beiske ist selbst als eine Art Schutzengel unterwegs – der Fröndenberger Ex-Polizist engagiert sich seit vielen Jahren für krebskranke Kinder. Mit seinem Projekt „Theo Beiske hilft“ unterstützt er seit Jahren die Isabell-Zachert-Stiftung und speziell das Waldpiratencamp in Heidelberg.

„Lange war ich als Schutzengel für die Kinder unterwegs – heute hat ein ganzes Heer an Schutzengeln auf mich aufgepasst.“