Ohne Gefahr fürs Wild: Ein Wald für Hunde

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Eine Premiere NRW-weit – geplant im Kreis Unna: In Lünen, größter Stadt im Kreis, könnte der erste Hundewald Nordrhein-Westfalens entstehen. Hundebesitzer aus Lünen haben einen entsprechenden Vorstoß unternommen, dem die Stadt grundsätzlich positiv gegenübersteht.

Aktuell sind in Lünen ca. 6.000 Hunde registriert, doch frei laufen dürfen die Tiere nur an wenigen Orten der Stadt. Im Wald wäre das generell möglich: Denn in NRW gilt laut aktueller Gesetzeslage auf Waldwegen dann keine Anleinpflicht, wenn der Hundehalter sicherstellt, dass sein Tier auf Ruf oder Pfiff zurückkommt und nicht auf Wildtierhatz im Unterholz verschwindet. Solche Fälle hat es leider häufig schon gegeben – auch Rundblick berichtete im Frühjahr mehrfach über tragische Fälle von zu Tode gehetzten Rehen.

Die Hundehalter, die jetzt in Lünen einen Vorstoß für einen eigenen Hundewald unternehmen, sehen das mit dem auf Pfiff Zurückkommen realistischer. Nur zwei von tausend Hunden hören so gut, dass das funktioniert. Hundebesitzer die etwas anderes sagen, überschätzen sich“, wird ein Hundebesitzer aus Brambauer in der WDR Lokalzeit zitiert.

Daher möchten er und seine Mitstreiter ein ca. 1 HA großes Waldstück in Lünen-Brambauer einzäunen lassen.  Drinnen könnten dann die Vierbeiner nach Herzenslust frei herumtollen, ohne dass Wild zu Schaden kommt oder auch Spaziergänger erschreckt oder belästigt werden. Alle bisherigen Waldwege sollen um das Gelände herum führen.

 Stadt und Kreis wollen die Idee jetzt genauer prüfen. Denn für den Hundewald muss Sondernutzung ausgewiesen werden, und der Landesbetrieb Wald und Holz muss zustimmen. Für Ende August ist ein Ortstermin mit allen Entscheidern geplant.

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