Ohne Kind aus Iran geflohen – 400 Euro Geldstrafe

0
702

Es erinnert ein wenig an den Roman “Nicht ohne meine Tochter” – nur dass das Kind in diesem Fall im Iran blieb.

Eine 30 jährige Frau flüchtete unter nach ihren Schilderungen abenteuerlichen Umständen aus dem muslimischen Land nach Deutschland; wegen religiöser Gründe. Am heutigen Donnerstag stand die geschiedene Iranerin vor dem Werler Amtsgericht Der Vorwurf: Illegale Einreise.

Wie der Soester Anzeiger berichtet, floh die 30-jährige geschiedene Frau Ende 2016 zunächst nach Griechenland und dann weiter mit Hilfe von Schleppern per Boot nach Deutschland. Das 8 jährige Kind ließ sie beim Vater im Iran zurück.

Nach einer christlichen Taufe außerhalb des Irans habe sie um ihr Leben fürchten muss, gab sie vor Gericht an. Für ihre gefälschten Ausweisdokumente habe sie 700 Euro bezahlt und umgerechnet weitere 5 000 Euro an die Schlepper.

Aufgefallen war der illegale Aufenthalt am 25. Februar in Berlin. Derzeit ist die junge Frau in der Zentralen Unterbringung (ZUE) in Wickede-Wimbern untergebracht.

Wegen Verstoßes gegen das Aufenthaltsgesetzes wurde die Iranerin zu 400 Euro Geldstrafe verurteilt. Sie hofft, in Deutschland bleiben zu können.

Foto: Beispielbild Archiv