Tinker in Iserlohn – 100 Gespanne am Seilersee

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Symbolbild (Foto: Pixabay, dozemode)

Irische Landfahrer sorgten zuletzt im Rheinland für Schlagzeilen.

Wie die Polizei des Märkischen Kreises meldet, sind die „Tinker“ auch dort angekommen – ob es sich um dieselbe Gruppe handelt, ist jedoch nicht bekannt.

Zuerst schlugen die irischen Reisenden ihr Lager in Menden, auf einem Privatgelände am Bessemer Weg, auf. Etwa 50 Gespanne waren gegen 17:30 Uhr gemeldet worden. Das Ordnungsamt ließ den Platz nur kurze Zeit später räumen.

Weitere 50 Gespanne waren da aber bereits unterwegs. Die Fahrzeuge fuhren – samt Insassen – weiter nach Iserlohn, auf einen Parkplatz nahe des Seilersees, wo die Gruppe von 400 bis 500 Personen bis Freitagmorgen (11. August) geduldet wird.

Da es zu Beeinträchtigungen des Verkehrs kam, musste die Polizei eingreifen – der Einsatz verlief aber friedlich und störungsfrei.

Die irischen Landfahrer, auch Traveller („Reisende“) oder Pavee genannt, sind irische Katholiken. Sie sind nicht sesshaft, leben in Wohnwagen. Mitte August, zu Mariä Himmelfahrt, reisen viele von ihnen ins rheinische Kevelaer. Dies ist ein bedeutender Wallfahrtsort für viele Katholiken.

Zusammenfassung der Einsatznacht vom Freitagmorgen – es verlief doch nicht störungsfrei: https://www.rundblick-unna.de/2017/08/11/irische-landfahrer-straftaten-von-spritraub-bis-hitlergruss/

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