„Artgerechte Haltung unmöglich“: Howis Hundehalter fordern Freilauffläche

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In Holzwickede formiert sich Protest von Hundehaltern: Sie wollen eine umzäunte Freilauffläche für ihre Vierbeiner durchsetzen.

Dazu haben sie eine Unterschriftenaktion gestartet, die nach den Ferien in einem Bürgerantrag münden soll. Das berichtet das Onlineportal Emscherblog.

In der kleinsten Gemeinde des Kreises sei es laut Kritik der Initiatoren kaum möglich, Hunde ohne Leine nach Herzenslust toben, herumtollen und herumrennen zu lassen, wie es ihrer Art aber nun einmal entspricht.

Der Antrag auf eine umzäunte Freifläche erfahre großen Zulauf von anderen Haltern, berichtet Emscherblog und schildert die Reaktion der Gemeindeverwaltung als aktuell eher gebremst begeistert:  Trotz derzeit 1.340 angemeldeten Hunden in der Gemeinde gebe es „überhaupt keinen Bedarf“ für eine Freilauffläche, habe es aus dem Rathaus geheißen.

„Dabei müssen Hunde auf bebauten Verkehrsflächen und Anlagen innerhalb der Gemeinde laut Satzung grundsätzlich angeleint werden“, erklärt Iniatorin Bianca Riedel dazu. „Praktisch bedeutet dies, dass unsere Hunde nirgendwo in der Gemeinde frei laufen dürfen.“

Dabei gebe es viele Hunde, die „einfach nicht abrufbar“ seien – sei es, weil sie zu jung sind, sehr ängstlich sind, (noch) nicht erzogen sind oder einfach einen starken Jagdtrieb haben. „Manche Rassen hören auch einfach schlecht. Belästigungen und Konflikte mit solchen Hunden könnten mit einer umzäunten Freifläche verringert werden“, argumentiert die Hundefreundin.

Just aus denselben Gründen haben in Lünen-Brambauer Hundehalter einen „Hundewald“ initiiiert: Und im Gegensatz zur Gemeindeverwaltung Holzwickede steht die Lüner Stadtverwaltung dem Plan sehr positiv gegenüber.

Die Unterschriftenlisten in der Emschergemeinde liegen bis zum 1. September aus. Danach wollen die Hundehalter versuchen, einen Bürgerantrag zu erwirken.

Sie wünschen sich eine Freifläche von ca. 300 Quadratmetern Größe.