Volksbankerin verhindert Enkeltrick-Betrug

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Gut aufgepasst – so soll es sein!

Sie sei beim Notar, habe sich finanziell übernommen und brauche nun Geld, sagte die Anruferin amn Dienstag (15. August) zur einer 87-Jährigen aus Werne. Ein angebliches Immobiliengeschäft war es in diesem Fall. Die Seniorin ging darauf ein und fragte bei ihrer Bank nach, ob sie die fünfstellige Summe sofort abheben könne.

Der aufmerksamen Angestellten der Volksbank kam das seltsam vor – sie vermutete einen Enkeltrick-Betrug. Mit Einverständnis der alten Dame schaltete sie die Polizei ein.

Bei einem erneuten Anruf konnte man sich nicht auf eine Summe einigen – und so wurde nichts aus dem Betrug.

Wie die Polizei berichtet, hat die Zahl der Anrufe von besorgten Seniorinnen und Senioren, die einen für sie merkwürdigen Anruf erhalten haben, in der letzten Zeit zugenommen.

Der sogenannte Enkeltrick läuft im Grunde immer gleich ab: Der Anrufer gibt sich für einen nahen Verwandten aus, der sich angeblich in einer Notlage befindet. Oft beginnen die Gespräche mit „Hallo, rate mal, wer hier ist!“ und im Verlaufe des Gesprächs wird dann Geld verlangt. Als Variante geben sich die Betrüger gern auch als Polizisten aus – sie rufen oft mit der 110 im Display an. Dies ist immer Fake.

Die Polizei warnt: Keinesfalls sollen Angerufene den Namen des vermeintlichen Angehörigen selbst erraten! So macht man es dem Täter zu leicht, der natürlich mit einem “Ja, richtig!” antwortet. Das Geld wird meist angeblich für ein Immobiliengeschäft, eine medizinische Behandlung oder die Abwicklung eines Unfalls benötigt.