Freizeitcheck – Star Trek im Movie Park

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Todesmutig in den Abgrund….

So oder so ähnlich könnte ich das Gefühl beschreiben, als die Achterbahn unvermutet nach kurzer Fahrt den Rückwärtsgang einlegt und mit voller Geschwindigkeit erst einmal rückwärts die Schienen hochsaust, bis wir schon mit leichtem Überhang in der Vertikalen stehen. Dann geht es los….

Aber fangen wir am Anfang an. Wir haben von einer neuen Attraktion im Movie Park Bottrop gehört, die dieses Jahr eröffnet hat. Eine Achterbahn der Star Trek Sternenflotte, die die größte Einzelinvestition des Parks darstellt.

Als eingefleischte Star Trek Fans lassen wir uns nicht lange bitten und die Tickets sind schnell online gebucht.

Früh Morgens geht es mit dem Zug nach Bottrop und ab in den Park. Wir überlegen, ob wir vor oder nach der Bahn frühstücken sollen. Vorsichtshalber entscheiden wir uns dafür, das Frühstück auf später zu verschieben… Es soll ja kein Unglück passieren!

Am Federation Plaza angekommen, kommen wir aus dem Staunen nicht mehr raus. Hier wurde an alles gedacht, um das Sternenflotten-Hauptquartier nachzubilden. Sogar kleine Läden schmücken das Viertel.

Uns zieht es zum Kommandozentrum, denn dort befindet sich der Eingang zu dieser neuen Attraktion. Die Schlange ist lang, also ist erst einmal fast eine Stunde Warten angesagt.

Grade als wir anfangen, das ausgelassene Frühstück zu bedauern, sind wir aber an der Reihe. Es geht auf die originalgetreu nachgebaute Brücke der USS Enterprise. Alle Bildschirme blinken, piepsen und der Brückenoffizier nimmt uns in Empfang.

Kurz darauf kommt ein Notsignal und auf dem Hauptbildschirm erscheint ein Mann, der in einem Borg Kubus gefangen ist. Die gesamte Besatzung der Enterprise wird dort gefangen gehalten und wir sollen sie retten. Das lassen wir uns nicht zweimal sagen.

Die Türen gehen auf und wir werden zu unseren Shuttles geleitet. Ok… normalerweise stehen die Shuttles nicht auf Schienen, aber das stört die Atmosphäre überhaupt nicht.

An diesem Punkt sind wir wieder am Anfang des Berichts angekommen. Nach dem unerwarteten Schwungholen geht es mit einer Wahnsinnsgeschwindigkeit durch Loopings, Schrauben, Kurven hoch und runter, bis wir froh sind, das Frühstück ausgelassen zu haben. In der Tat sehen viele Fahrgäste am Ende etwas käsig aus um die Nase – und der ein oder andere schwankt etwas unheilvoll. Aber dabei bleibt es auch! Zum Glück…

Unser Fazit:

„Lebe lang und in Frieden!“

Wem nicht all zu schnell der „Arsch auf Grundeis“ geht, wie man so schön sagt, und obendrein noch ein Star Trek Fan ist, der kommt um einen Besuch der Bahn nicht herum. Allerdings halten wir sie für wenig kindertauglich! Aber der Park bietet ja auch sonst noch genug Attraktionen für die ganze Familie.

Bericht/Fotos: Sascha Herrmann