Einzigartiges Geschäftshaus in Unnas Bummelmeile bekommt Flair der 20er Jahre zurück

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Unnas Einkaufsmeile möchte sich wieder ein wenig herausputzen. Aktuell wird das in Auge fallende große Wohn- und Geschäftshaus an der Bahnhofstraße 17 historisch saniert: Es wurde im Jahr 1927 gebaut, und das soll man ihm wieder mit der ursprünglichen Pracht ansehen.

Das markante, voluminöse Eckgebäude an der Einbiegung zur Morgenstraße vereinigt gleich drei Ladenlokale in seinem Erdgeschoss. Laut Beschreibung des federführenden Architekten Bräckelmann ist es „mit seiner expressionistischen Architektur der 20er Jahre des vergangenen Jahrhunderts als einzigartig im Stadtbild von Unna zu bezeichnen“.

Das Erdgeschoss wurde, zum erkennbaren Leidwesen des Architekten, Opfer klassischer Bausünden der 70er Jahre: „Die ursprüngliche Gestalt des Gebäudes wurde gravierend verändert“, heißt es in der Bauprojektbeschreibung.

„Die Kaschierung der tragenden Fassadenstützen mittels vorgesetzter Schaufensteranlagen sowie undefiniert zurückgezogene Eingangspassagen verfälschten den ursprünglichen Fassadenentwurf. Das umlaufende und nachträglich montierte mächtige Kragdach ,amputiert´das Erdgeschoss von den Obergeschossen und verhindert den Blick auf das Gesamtwerk.“

Diese architektonischen Sündenfälle werden nun rückgängig gemacht: Ziel ist die „gestalterische Rückführung der Erdgeschossfassade in der ursprünglich geplanten Architektursprache des Gebäudes“.

In drei Bauabschnitten sollen die Schaufensteranlagen der insgesamt drei Geschäfte erneuert und „zurückhaltend in die Fassade integriert werden“. Die Vordachkonstruktion aus den 70er Jahren verschwindet, so dass das Gebäude wieder in voller historischer 20er-Jahre-Pracht für die Passanten zu genießen ist.