Großeinsatz bei Hausbrand in DO: 7 Wohnungen unbewohnbar – Mehrere Verletzte – Katze stirbt

0
739

Einen Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr erforderte Sonntagfrüh ein Brand in einem 6geschossigen Wohnhaus in Dortmund-Brackel. Zwei Geschosse sind vorübergehend unbewohnbar, mehrere Menschen kamen mit Rauchgasverletzungen in Krankenhäuser, ein Mieter liegt auf der Intensivstation. Und für einen tierischen Mitbewohner kam leider die Hilfe zu spät.

Wie die Polizei berichtet, riss das Feuer die Bewohner des Mehrfamilienhauses am Ordalweg früh um 05.30 Uhr  aus dem Schlaf. Eine Bewohnerin hörte einen Rauchmelder im 4. OG schrillen und roch Rauch.  Sie rief sofort Feuerwehr und Polizei an.

Die noch vor der Wehr eintreffenden Polizisten hörten ebenfalls den Rauchmelder und konnten leichten Rauch aus dem Oberlicht der betroffenen Wohnung sehen. Nach Klopfen und Schellen hörten die Beamten einen dumpfen Aufprall. Daraufhin wurde die Wohnungstür aufgetreten.

Durch die aufgebrochene Wohnungstür quoll den Beamten schon eine schwarze Rauchschwade entgegen. Sofort zogen sie den Bewohner aus seiner Wohnung und evakuierten ihn durch das Treppenhaus ins Freie.

Weitere eintreffende Polizeibeamte evakuierten in der Zwischenzeit die Geschosse unterhalb der betroffenen Wohnung; die Feuerwehr half Bewohnern mit einer Drehleiter ins Freie. Alle wurden während des Einsatzes in einem Betreuungsbus untergebracht.

Das 4. und 5. OG sind nach Auskunft der Feuerwehr aktuell nicht bewohnbar. Die betroffenen Mieter kümmerten sich selbständig um ihre Unterbringung, so die Polizei. Die übrigen Geschosse bleiben bewohnbar – einige Mieter kehrten direkt in ihre Wohnungen zurück.

3 Bewohner wurden mit Rettungswagen in verschiedene Krankenhäuser gebracht. Ernste Verletzungen erlitt eine Person aus der Brandwohnung, sie wird intensivmedizinisch behandelt. Die beiden anderen Mieter konnten nach ambulanter Behandlung wieder entlassen werden.

Schilderung des Brandeinsatzes aus Sicht der Feuerwehr:

Als die Feuerwehr gegen 05:30 Uhr in den Ordalweg alarmiert wurde, stand bereits eine Wohnung im 4. OG des sechsgeschossigen Mehrfamilienhauses im Vollbrand.

Über den Balkon auf der Rückseite schlugen die Flammen auch in die darüberliegende Etage und setzten zwei weitere Wohnungen in Brand. Der Einsatzleiter erhöhte daraufhin die Alarmstufe, sodass letztendlich drei Löschzüge, fünf Rettungswagen und drei Notärzte, inklusive Leitendem Notarzt, vor Ort waren.

Mit bis zu vier Trupps gleichzeitig  unter Atemschutz und einem Strahlrohr im Außenangriff wurde das Feuer bekämpft.

Vier Personen wurden über eine Drehleiter im Vorderbereich der Einsatzstelle in Sicherheit gebracht. Viele weitere Bewohner, die aus dem brennenden Gebäude flüchten wollten, konnten ins Freie geleitet werden.

Von den insgesamt 18 Wohnungen mussten nach dem Einsatz 7 für nicht mehr bewohnbar erklärt werden.

Einen traurigen Nachsatz fügt die Wehr noch hinzu: “Bei den Nachlöscharbeiten fanden die Einsatzkräfte eine tote Katze in einer der Brandwohnungen.”

Der Einsatz mit mehr als 80 Einsatzkräften aus Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr, sowie des Rettungsdienstes erstreckte sich über mehr als drei Stunden.

Dass eine Drehleiter sich im rückwärtigen Bereich des Brandhauses festgefahren hat, hatte auf den Ausgang des Einsatzes keine negativen Folgen. Dieser Vorgang wird von der Feuerwehr umgehend aufgearbeitet.