17 Jährige muss nach Festnahme am Airport ihr Baby abgeben

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Kaum ein Tag vergeht ohne Festnahmen gesuchter Kriminellen bei Ein- oder Ausreisekontrollen am Dortmunder Airport. Für eine  erst 17 jährige Rumänin hatte das Auffliegen ihres Haftbefehls beim Ausreiseversuch nach Belrad schmerzliche Konsequenzen: Sie musste ihr Baby der Oma des Jungen überlassen und wurde selbst dem Haftrichter vorgeführt.

Gleich zwei mit  Haftbefehl gesuchte Frauen erwischte die Bundespolizei am Freitag am Flughafen. Bei einer 28-jährigen Deutschen, die aus Serbien einreiste, stellte sich heraus, dass sie vom Euskirchener Amtsgericht wegen Betrugs zu 780 Euro Geldstrafe verurteilt worden war. Die Strafe hatte sie nie beglichen, und weil sie das auch am Freitag nicht konnte, büßt sie jetzt für 50 Tage ihre Ersatzfreiheitsstrafe ab.

Nur 20 Minuten später wurde die oben schon erwähnte 17-jährige Rumänin grenzpolizeilich kontrolliert, als sie versuchte, nach Belgrad auszureisen. Dabei stellten die Bundespolizisten fest, dass gegen die junge Mutter eines Säuglings ein U-Haft-Befehl des Krefelder Amtsgerichts vorlag: wegen Verdachts von Kleidungsdiebstahl im Wert von 900 Euro.

Nach Rücksprache mit der Justiz wurde sie einem Haftrichter vorgeführt. Ihren nur wenige Wochen alten Sohn musste sie ihrer Mutter überlassen, die sich vorerst um ihn kümmern wird.