Drogen ausgeschlagen – da sprach das Messer: Schwerverletzter in DO-Nord

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Sie schlugen angebotene Drogen aus – das missfiel den Anbietern außerordentlich. Zurück blieben ein Schwerverletzter durch Messerstiche und eine zunächst undurchsichtige  Gemengelage.

Tatort war Dortmund-Nord, bereits am vergangenen Donnerstag (17. August).

Wegen des, so Polizeisprecher Kim Freigang heute im Gespräch mit unserer Redaktion, “sehr schwurbeligen und unübersichtlichen” Sachverhalts verzichtete die Pressestelle darauf, den Vorgang per Pressemitteilung öffentlich zu machen. Eine Filmaufnahme auf dem Portal “VideoNews24” zeigte den Einsatz auf der Münsterstraße mit der Schlagzeile “Messerangriff in Dortmund – Person schwer verletzt!”, aber ohne weitere Kommentierung. Diese lieferte uns auf Nachfrage am Dienstagmorgen Polizeisprecher Freigang nach. “Es stimmt, es gab einen Schwerverletzten”, bestätigte er.

Wie es zu der blutigen Attacke kam, berichtett Freigang dem momentanen Sachstand folgendermaßen: “Es ging darum, dass drei uns noch unbekannte Personen an drei andere Personen Drogen verkaufen wollten.”

Diese drei – ein Iraner und zwei Afghanen, alle Anfang bis Mitte 20 – schlugen das Angebot aus. “Sie sagten, sie hätten mit Drogen nichts am Hut. Tja, und dann die Post ab”, schildert der Polizeisprecher die rasend schnelle Eskalation dieser missratenen illegalen Transaktion, an deren Ende der Rettungswagen zur Münsterstraße eilte und einen durch Messerstiche schwer verletzten jungen Mann ins Krankenhaus brachte.

Zu dem Angreifertrio liegen der Polizei mittlerweile recht gute Hinweise vor, sagt Kim Freigang. Dies sei aber kein Fall, der für eine Öffentlichkeitsfahndung in Frage komme.