Mann quert Gleis vor ICE mit 160 Km/h: Triebfahrzeugführer erleidet Schock

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Direkt vor einem ICE, der mit 160 km/h heranbrauste, überquerte gestern Abend (21. August) ein Mann die Gleise am Bahnhof Kamen – sein Leben rettete wahrscheinlich nur die blitzartige Reaktion des Triebfahrzeugführers.

Dieser erlitt einen Schock. 

Die Bundespolizei warnt dringend vor derart lebensgefährlichem Leichtsinn.

Sie berichtet, dass der unbekannte Mann die Gleisanlagen von einem Bahnsteig zum anderen überquerte. Den herannahenden ICE bemerkte er offensichtlich nicht.

Umso erschrockener bemerkte der Triebfahrzeugführer den Mann auf den Gleisen. Er leitete eine Schnellbremsung ein – sonst hätte der Zug den Gleisquerer vermutlich mit voller Wucht erfasst.

Während der 40 Jährige wegen eines Schocks betreut wurde, untersuchten Einsatzkräfte den Zug nach Aufprallspuren. Trotz intensiver Suche entlang der Bahnstrecke konnten sie – zum Glück! – keinen verletzten Menschen finden.

Der Triebfahrzeugführer konnte seine Arbeit allerdings nach dem furchtbaren Erlebnis nicht mehr fortsetzen und musste abgelöst werden.

Die Bundespolizei leitete ein Strafverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ein.

In diesem Zusammenhang warnt sie vor den tödlichen Gefahren des Bahnverkehrs!

Seien Sie stets achtsam, wenn Sie sich an Orten aufhalten, wo sich Züge bewegen. Denn Züge:

– durchfahren Bahnhöfe mit Geschwindigkeiten von bis zu 160
Stundenkilometern. Durch den entstehenden Luftsog können
unmittelbar an der Bahnsteigkante befindliche Gegenstände in
Bewegung geraten.
– können Hindernissen nicht ausweichen und haben einen sehr langen
Bremsweg.
– nähern sich fast lautlos. Ein elektrisch betriebener Zug –
selbst mit über 200 Stundenkilometern – ist für das menschliche
Ohr erst wahrnehmbar, wenn er bereits vorbeifährt!
– fahren auch außerhalb des ausgehängten Fahrplanes und können ein
Gleis in beide Richtungen befahren.

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