Schule komplett verwüstet – Anklage gegen 14 Jährigen

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Sie hinterließen eine Spur der Verwüstung – die Vandalen, die Ende Juni eine Schule in Hamm heimsuchten und sich mit beispielloser Hemmungslosigkeit dort ausließen. Sie kippten Farbe um, schmissen Scheiben ein, demolierten technische Anlagen – das volle Programm.

Der Schaden bewegte sich im sechsstelligen Bereich.  Jetzt hat die Staatsanwalt Dortmund Anklage wegen Sachbeschädigung gegen einen der beiden Verdächtigen erhoben. Er ist gerade mal 14.

Damit wäre – neben erzieherischen Maßnahmen – auch eine Jugendstrafe von bis zu 5 Jahren möglich.

Wie der WA berichtet, lebte der 14 Jährige zum Zeitpunkt der Tat in einer Intensivwohngruppe in Hamm. Es sollen noch weitere Verfahren gegen ihn offen sein, u. a. wegen Diebstahls.

Vor Gericht kommt der Vandalismusfall möglicherweise nicht in Hamm, da der Jugendliche inzwischen in Bremen lebt. Der mutmaßliche Mittäter, ebenfalls 14 Jahre alt, ist in Solingen gemeldet. Er schweigt sich bisher zu den Vorwürfen aus.

Die jungen Vandalen drangen abends in den Neubau, der kurz vor der Fertigstellung steht, ein. Hierzu schlugen sie eine Tür ein. Im Gebäudeinneren kippten sie sämtliche Farbeimer um, beschmierten mehrere Wände mit Farbe, zerstörten Scheiben, Server und Schaltkästen und warfen nicht eingebaute Zimmertüren und Baumaterialien um.

Nach ihrem zerstörerischen Werk verließen beide Randalierer die Schule und liefen in Richtung Reiherstraße davon. Anwohner wurden auf die Flüchtenden aufmerksam und alarmierten die Polizei. So konnten die Verdächtigen schnell ermittelt werden.