Winschoten macht Schluss – Fröndenbergs Partnerstadt beendet Freundschaft

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Symbolbild (Pixabay/Skitterphoto)

Es ist aus!

Sieben Jahre lang ließen die Niederländer die Ruhrstadt zappeln – jetzt haben sie Schluss gemacht. Die holländische Stadt Winschoten beendete die Städtepartnerschaft mit Fröndenberg, wie die Westfalenpost berichtete.

1962 fanden die ersten offiziellen Dates der Partnerstädte statt – eine Beziehung bahnte sich an, die im Wesentlichen von den Sport- und Kulturvereinen aufrecht gehalten wurde. Aus der Freundschaft wurde 1989 eine Partnerschaft, die entsprechende Urkunde wurde in Fröndenberg am 06. Mai ebendiesen Jahres unterzeichnet. Sogar eine Straße benannten die Ruhrstädter nach der niederländischen Stadt.

Und nun ist es aus! Schluss, vorbei. Die Winschotener beendeten die Beziehung. Die „Stadt der Tellerlikkers“ gibt dafür wirtschaftliche Gründe an, die Gemeinde Oldambt sei nicht mehr in der Lage, Städtepartnerschaften zu pflegen – so geht es aus dem Brief von Bürgermeister Pieter Smit hervor.

Freundschaft, Partnerschaft – da sollten doch andere Interessen im Vordergrund stehen, als Geld und Wirtschaft, kritisieren die Leser einer Fröndenberger Facebook-Gruppe. Tatsächlich ist das Ziel einer solchen Partnerschaft zwischen zwei Städten der kulturelle und wirtschaftliche Austausch. Die Menschen der Städte sollen sich austauschen, persönliche Beziehungen sollen entstehen und Verständnis füreinander geschaffen werden. Gerade im Hinblick auf Europa und seine Geschichte ein wichtiges Signal. Schade, dass es aus ist.

Eines bleibt jedoch als Erinnerung der einstmaligen Freundschaft: Die Winschotener Straße.