Todesdrohung gegen Schulz unter RBU-Bericht in Unnaer Fb-Gruppe: 43 Jähriger festgenommen

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Die Drohung kam am Dienstagabend unter unserem Rundblick-Bericht über den heutigen Besuch von Martin Schulz in Unna:

In der Facebookgruppe “Du bist Unneraner, wenn…”, in den wir die Ankündigung geteilt hatten, sprach ein Kommentator plötzlich konkrete Drohungen gegen den SPD-Kanzlerkandidaten aus. Die Rede war u. a. von “Scharfschütze”.

Unsere Redaktion meldete den bedrohlichen Kommentar sofort dem Gruppen-Administrator. Dieser entfernte ihn. Doch die Kreispolizeibehörde Unna hatte ihn bereits gesehen – und gehandelt. Am Morgen folgte ein SEK Einsatz in Werl.

Am heutigen Nachmittag teilen Polizei und Staatsanwaltschaft Dortmund die Festnahme des Verfassers mit. Der Tatverdächtige, 43 Jahre alt und aus Werl, “sprach über ein soziales Netzwerk konkrete Drohungen gegen den Kanzlerkandidaten der SPD, Herrn Martin Schulz, aus. Diese Drohungen wurden in dem Chatverlauf zu einem Artikel eines Onlinemediums aus Unna, der über die heutige Wahlkampfveranstaltung von Herrn Schulz in Unna berichtete, geäußert”, heißt es in der Mitteilung der Dortmunder Behörden auf dem Blaulichtportal der Dortmunder Polizei.

Das Polizeipräsidium Dortmund hat in seiner Zuständigkeit als Staatsschutzdienststelle die Führung des Polizeieinsatzes übernommen.

Spezialeinsatzkräfte des Polizeipräsidiums Dortmund nahmen den 43-Jährigen heute Morgen (30. August 2017) fest.

Durchsuchungsmaßnahmen an der Wohnadresse des Tatverdächtigen haben stattgefunden. Der Werler befindet sich im Gewahrsam der Polizei.

Die Ermittlungen dauern noch an.

Die Polizei setzt warnend hinzu: “An dieser Stelle nochmal ein deutlicher Hinweis: Die Polizei nimmt Drohungen von Straftaten in sozialen Netzwerken sehr ernst und wird konsequent und schnell mit den zur Verfügung stehenden polizeilichen Mitteln darauf reagieren!”

An dieser Stelle ein Hinweis noch in eigener Sache! Spätestens anhand dieses Vorfalls dürfte jetzt jedem klar werden, WIESO es nichts mit “Zensur” zu tun hat, dass wir KEINE GEWALTAUFRUFE unter unseren Berichten zulassen!

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