Mann lag blutend direkt am Ring – Erschreckend viele fuhren achtlos weiter

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Er lag auf dem Gehweg direkt am Beethovenring, hilflos, gestürzt offenbar. Denn er blutete stark aus der Nase. Viele – erschreckend viele – fuhren weiter. Vielleicht dachten sie, da würde sich schon jemand anderes kümmern.

Eine 34jährige Frau aus Unna stoppte erschrocken sofort ihr Auto, als sie den hilflose Mann am heutigen Nachmittag am Rand des Verkehrsrings liegen sah. Kurz vor ihr hatten bereits zwei andere junge Frauen angehalten. Die beiden erzählten, während sie bei dem hilflos Daliegenden auf den Rettungsdienst warteten, dass reihenweise andere Autofahrer einfach vorbeigefahren seien, ohne sich offenbar auch nur einen Gedanken darüber zu machen, ob die beiden Frauen mit dem bewegungslosen Mann auf dem Gehweg vielleicht Hilfe brauchten. 

Die 34 jährige Unnaerin, die unsere Berichterstattung regelmäßig verfolgt, schilderte uns diesen Vorfall, weil sie die, die nicht hingeschaut haben, zu mehr Zivilcourage aufrütteln möchte.

„Es war zu der Zeit sehr voll auf dem Ring. Die beiden jungen Frauen hatten schon einen Krankenwagen gerufen. Ich habe angehalten, meinen kleinen Sohn aus dem Auto geholt, und wir haben uns um den Mann gekümmert und eine Erstversorgung gemacht.“

Als Krankenschwester wusste die 34 Jährige nach kurzem geübten Blick, dass der Mann offenbar direkt aufs Gesicht gestürzt war. „Er lag völlig regungslos auf der Seite und blutete sehr stark aus der Nase.“ Allein das konnte auf eine schwere Kopfverletzung hindeuten.

Dass er schon dort gelegen hatte und vor ihnen niemand gestoppt hatte, beschäftigte die jungen Frauen während der Erstversorgung unablässlich. „Die eine erwähnte das immer wieder“, schildert uns die 34 jährige Krankenschwester, die den Verletzten fachkundig betreute.

Während sich die beiden jungen Frauen lieb um ihren Sohn kümmerten (den das Ganze natürlich ein bisschen verunsicherte), stoppten noch ein Berufsfeuerwehrmann in seinem Dienstwagen und ein junger Mann in einem Stadtwerkefahrzeug. „Ich habe mir von einer der jungen Frau aus dem Verbandskasten Handschuhe geben lassen, und den Rest hatte der Feuerwehrmann aus dem Auto geholt. Ich arbeite selbst in der Notaufnahme“, erzählt uns die 34 Jährige hinzu. Daher wusste sie, was zu tun war.

Als der Rettungsdienst übernommen hatte, rief der Mann – ein normal gekleideter Herr, Ende 50/Anfang 60, schätzt unsere Leserin – ihr noch hnterher: „Vielen Dank, junge Frau!“ Darüber hat sich die 34 Jährige dann sehr gefreut. 
Erst vor knapp 3 Wochen sorgte dieser ganz ähnliche Fall für heftige Diskussionen bei unseren Lesern: Mann lag besinnungslos vor Kneipe

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