Radler wehrt Hundebisse ab – Halter schlägt zu

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Seinen Versuch, sich vor Hundebissen zu schützen, hat ein Fahrradfahrer an der Emscherpromenade in Dortmund-Hörde schmerzhaft bezahlt: Statt des Hundes verlor allerdings Herrchen die Beherrschung.

Der 57 jährige Radfahrer war am Sonntag (13. August) geen 12.15 Uhr auf der Promenade unterwegs, als sich aus einer Abzweigung ein Mann mit einem freilaufenden Hund näherte. Dieser lief, so schildert der Radler laut Polizeisprecherin Dana Saketa, schnurstracks auf das Fahrrad zu und versuchte den 57 Jährigen zu beißen.

Aus Reflex stellte dieser sein Bein heraus, um den Hund abzuwehren. Zwar ließ das Tier daraufhin sofort von ihm ab, dafür geriet der Halter in Rage. Er forderte den Radler auf, sofort anzuhalten, warf ihm vor, seinen Hund getreten zu haben – und als der Radfahrer gestoppt hatte, rannte der Hundebesitzer auf ihn zu und versetzte ihm einen derart groben Schlag gegen den Oberkörper, dass der 57-Jährige stürzte.

Er verletzte sich bei dem Sturz zwar nur leicht, doch er leidet an einer schweren Erkrankung. Deshalb musste er sich im Nachhinein in ärztliche Behandlung begeben, um mögliche Folgebeschwerden zu verhindern.

Der Hundehalter leinte sein Tier nach dem Schlag an und ging weg.

Laut Zeugenaussagen war der unbeherrschte Mann etwa 40 Jahre alt, hatte ein leicht rundliches Gesicht, kurze braune Haare und breite Schultern. Bekleidet war er mit einem dunkelblauen T-Shirt und einer Jeans. Der Hund soll mittelgroß und schwarz gewesen sein.

Insbesondere werden jetzt diejenigen Zeugen gesucht, die während der Tat in der Nähe auf Steinen gesessen haben und anschließend weggegangen seien sollen. Hinweise bitte an die Kriminalwache in Dortmund unter 0231-132-7441.