Zu kalt, zu nass – auch in Fröndenberg: Nur 37.000 Löhnbadgäste statt 50.000

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Die Saison war bescheiden. Es war einfach zu nass – und zu kalt! 

Noch bis einschließlich Sonntag, 10. September, können die Fröndenberger Wasserratten ihre Bahnen im beheizten Außenbecken des Löhnbades  ziehen. „Damit geht die durchwachsene Freibadsaison 2017 langsam zu Ende“, bilanzieren die Stadtwerke Fröndenberg in einer heutigen Pressemitteilung, aus der Ernüchterung spürbar ist.

Wegen der bekannt kalten und oft komplett verregneten Sommerferientage sind von Anfang Mai bis zum Stichtag 15. August gerade mal 37.250 Gäste in die Becken gesprungen. Zum Vergleich: In einem durchschnittlichen Jahr hat das Fröndenberger Löhnbad rund 50.000 Besucher.

„Wie gut oder schlecht eine Freibadsaison wird, ist schlicht und einfach wetterabhängig“, bringt es Badleiter Dirk Jürgens auf den Punkt. „Gibt es viele Sonnentage mit warmen Temperaturen, werden wir von Besuchern überrannt. Wenn es kalt ist und regnet, bleiben die Becken leer.“ In diesem Jahr sei das Wetter einfach nicht auf der Seite des Fröndenberger Freibadteams gewesen. Aber dieses Los teilen die Fröndenberger mit allen anderen Freibadbetreibern.  

Dabei hatte die Saison (oben ein Archivbild) eigentlich recht gut angefangen. In der letzten Maiwoche stiegen die Temperaturen für mehrere Tage auf über 25 Grad und auch Ende Juni lockte das Wetter zahlreiche Gäste ins Löhnbad. Der besucherstärkste Tag war in diesem Jahr der 29. Mai. Bei 31 Grad verbrachten 1.557 Besucher ihren Tag im Fröndenberger Freibad.

Allerdings sind die Zahlen in den eigentlichen Hauptmonaten Juli und August wegen der wechselhaften Temperaturen sowie aufgrund von Regen und Wärmegewittern stark eingebrochen.

Im Juli waren insgesamt 8.122 Badegäste im Freibad, von Anfang bis Mitte August hat das Team des Löhnbades 5.690 Besucher gezählt. „Wir hoffen natürlich, dass der Sommer sich ein letztes Mal aufbäumt und uns zum Abschluss nochmal ordentliches Freibadwetter beschert“, sagt Dirk Jürgens. „Dann besteht zumindest noch die Chance darauf, dass wir in diesem Jahr die Besuchermarke von 40.000 knacken.“

Die treue Stammschwimmerschaft des Löhnbades hat sich aber auch von schlechtem Wetter nicht abschrecken lassen. Selbst an grauen Regentagen nutzen um die 100 Hobby-Schwimmer die 50 Meter langen Bahnen, um ungestört ihr Training zu absolvieren. „Es waren auch diese hartgesottenen Stammschwimmer, die am meisten von unserem neuen Blockheizkraftwerk profitiert haben“, freut sich Dirk Jürgens.

Durch das BHWK hat das Badewasser nun eine konstante Wassertemperatur von 24 Grad – und das bei jeder Witterung. „Das ist vielen Gästen positiv aufgefallen.“

Wer sich selbst von der angenehmen Wassertemperatur im Löhnbad überzeugen möchte, hat noch bis zum 10. September die Chance dazu. Danach geht das Freibad in die Winterpause. Die neue Saison beginnt dann wieder wie gewohnt Anfang Mai kommenden Jahres.