Gespräche von Kollegen aufgezeichnet: Polizistin vor Gericht

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Sie soll Kollegen bespitzelt haben – vertrauliche Gespräche im Büro aufgezeichnet und die Mitschnitte anschließend einem Vorgesetzten geschickt. Der war nebenbei ihr Geliebter.  Dafür (für den Bespitzelungsvorwurf) steht eine Dortmunder Polizistin seit Freitag selbst vor Gericht.
Kollegenbespitzelung auf Wunsch des Chefs? Dies stritt die 34-Jährige am ersten Prozesstag ab. Sie habe mit dem (verheirateten) Vorgesetzten eine Affäre gehabt.
„Doch das Versenden der Gesprächsmitschnitte sei lediglich eine sehr spezielle Form der privaten Kommunikation gewesen“, zitiert der Lokalsender 91,2 die Begründung der Angeklagten vor dem Amtsrichter. Um Ihrem Geliebten die schlechte Stimmung im Büro quasi live mitzuteilen, hätte sie z. B. das Schimpfen ihrer wütenden Kollegin aufgezeichnet und diesen Ton dann dem Chef und Liebhaber geschickt.
Das Amtsgericht will in diesem bizarr anmutenden Fall zunächst mal eine Reihe Zeugen vernehmen. Ende des Monats  soll der Prozess fortgesetzt werden.