Nur kurzfristig mehr Polizisten bei der Kreispolizeibehörde Unna

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Die 18 zusätzlichen Kollegen für die Kreispolizeibehörde Unna sorgen nur für einen begrenzten Zeitraum für mehr Polizei und damit mehr Sicherheit.

Sukzessive werden sich bis zum nächsten Einstellungstermin alt gediente Beamte in den Ruhestand verabschieden – und zwar in Summe mehr, als Landrat Makiolla jetzt am Freitag (zum 1. 9. 2017) neu bei der Kreispolizeibehörde begrüßte.

Auf diese Entwicklung in den kommenden Monaten verwies am Samstag der Unnaer CDU-Fraktionschef und Polizeibeamte Rudolf Fröhlich. Er griff  damit bereits einer Antwort der Kreispolizeibehörde vor, bei der wir am Freitag nach den Pensionierungen in den kommenden 12 Monaten anfragten. Allerdings nach Feierabend der Pressestelle, so dass die Antwort für Montag zu erwarten ist.

Rudolf Fröhlich kann die grundsätzliche Entwicklung bereits  benennen: “Nachersatz erhalten die Polizeibehörden einmal im Jahr  zum 01. September”, erklärte er uns auf Nachfrage am heutigen Nachmittag. “Bis zum 1.9.2018 scheiden mehr Beamte aus, als wir jetzt bekommen haben.

Unseren Berechnungen zufolge flacht diese nach unten weisende Kurve erst ab – bzw. kehrt sich um -, wenn die starken Einstellungsjahrgänge 1973 und folgende in Pension gegangen sind.”

Ab ca. 2020 oder 2021, schätzt Fröhlich, werde das “Tal der Tränen durchwandert” sein. Auch weil dann (erst) der jetzt zusätzlich eingestellte Polizeinachwuchs fertig ausgebildet sei und die Behörden verstärken könnten. Die Ausbildung im Polizeiberuf dauert drei Jahre.

“Was wir jetzt zahlenmäßig zugewiesen bekommen haben, verstärkt uns im Moment. Im Laufe der nächsten 12 Monate werden wir aber, wie gesagt, durch die Abgänge mehr Leute verlieren, als wir aktuell bekommen haben”, fasst der CDU-Politiker zusammen.

Mit einem Seitenhieb an den politischen Mitbewerber (konkret die im Mai abgewählte rotgrüne Landesregierung): “Dies ist Folge der NRW-Einstellungspolitik der zurückliegenden Jahre und lässt sich leider kurzfristig nicht kompensieren.”

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