Hund reißt Kitz – für Halter folgenlos

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Symbolbild

Wieder starb ein Wildtier, weil ein Hund nicht angeleint war.

In einem Waldstück in Menden biss ein Hund vor einigen Tagen ein Rehkitz tot. Für den Halter bleibt das folgenlos.

Den tragischen Tod des Wildtierbabys bestätigte der Mendener Stadtförster gegenüber der Westfalenpost. Doch auf Konsequenzen will er verzichten.

Er sagte, dass er Hund und Halter seit Jahren kenne und dass es nie zuvor Zwischenfälle gegeben habe, wenn der schäferhundgroße Vierbeiner frei gelaufen sei. Diesmal aber leider schon.

Der Hund nahm in der Waldemei in Menden Witterung auf, setzte dem Jungtier nach und biss ihm offenbar die Kehle durch.

Der geschockte Halter, so der Förster, hätte ihn sofort informiert. Er will seinen Hund künftig im Wald anleinen. Deswegen verzichtete der Förster darauf, den Fall ans Ordnungsamt weiterzugeben. Ein solcher Fall könnte möglicherweise als Straftatbestand Jagdwilderei gewertet werden. Dafür sind Geld- und sogar Freiheitstrafen vorgesehen.

Anleinpflicht bestand für den Halter nicht. Er will seinen Hund jetzt trotzdem immer anleinen.

Denn auch mit noch so gut erzogenen Hunden, warnt der Förster, könne beim plötzlichen Anblick eines Beutetiers der Jagdinstinkt durchgehen.

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