Wenn man nicht mehr weiterkann… Welttag der Suizidprävention

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Not just sad.

Der 10. September ist der Welttag der Suizidprävention. In Deutschland sterben ungefähr 10.000 Menschen pro Jahr durch eigene Hand. An diesem Tag möchten wir mal über Unnas Grenzen hinausblicken.

Für viele ist ein Suizid unverständlich. Selten berichten wir über Selbsttötungen, aber wenn, wie im Falle des Mannes der – wohl in suizidaler Absicht – auf die Autobahn lief, gibt es viele Diskussionen darum: Wie man so egoistisch sein könne, fragen sich viele. Ob man nicht an die Angehörigen denke oder an die Unbeteiligten, die man so in sein Unglück mit hineinziehe. Diese und andere kritische Fragen werden auch im Fall Robert Enke immer wieder laut.

Hilfe für Menschen mit Depressionen

Betroffenen möchten wir Unnas viele Selbsthilfegruppen ans Herz legen. Die Kontakt- und InformationsStelle für Selbsthilfegruppen des Kreises Unna (K.I.S.S.) unterstützt um die 270 Selbsthilfegruppen.

Auswegslose Selbstzerstörung

Über Suizidgedanken sprechen die Betroffenen selten. Wie auch? Was in einem Menschen vorgeht, der das eigene Leben als Last empfindet und den Tod als einzigen Ausweg sieht, hat Markus Bock selbst erlebt und aufgeschrieben. Auf seinem Blog „Verbockt“ beschreibt er als Herr Bock, wie sein Leben mit schweren Depressionen aussieht.

Zum Welttag der Suizidprävention schreibt Herr Bock in seinem Beitrag „Ausweglose Selbstzerstörung“. Wer verstehen möchte, was in suizidgefährdeten Menschen vorgeht, der kann mit dem Lesen dieses Artikels einen ersten Schritt machen.

„Der Tod ist ein Ende. Ein Ende, das ich nicht mehr umkehren kann. Oft habe ich mir genau dieses Ende gewünscht. Oft habe ich daran gedacht, wie es sich wohl anfühlt, die ganze Schwere der Tage nicht mehr ertragen zu müssen. Gelegentlich hat mich der Schlaf gerettet…“

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Sie haben suizidale Gedanken? Hilfe bietet die Telefonseelsorge. Sie ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr unter 0 800 / 111 0 111 und 0 800 / 111 0 222 erreichbar. Auch eine Beratung über E-Mail ist möglich. Eine Liste mit bundesweiten Hilfsstellen findet sich auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention.