Erster Spatenstich – in Bönen entsteht ein Wohnhaus für Menschen mit Behinderung

0
291
Der Eingang des neuen Wohnhauses für Menschen mit Behinderung in Bönen.

Es gibt schon jetzt mehr Anfragen als Plätze.

Nach rund siebenjähriger Planungsphase ging es gestern endlich los: Mit dem symbolischen ersten Spatenstich begann der Bau eines neuen Wohnhauses für Menschen mit Behinderung in Bönen.

Gemeinsam setzen sie den ersten Spatenstich für das Wohnhaus für Menschen mit Behinderung: Bürgermeister Stephan Rotering, Gabi Olbrich-Steiner (Behindertenbeauftragte Kreis Unna), Herbert Jüttner (Vorsitzender Behindertenbeirat Bönen), Pfarrer Thomas Melloh (Evangelische Kirchengemeinde Bönen), Bauunternehmer Markus Waindzoch, die Lege-Geschäftsführer Hartmut Wloka und Christoph Mertens, Bauleiter Frank Blankenhagen, Architekt Michael Grams und Projektsteuerer Roland Winter. (Foto: Dorothee Blome)

Das Haus wird Platz für 24 Frauen und Männer mit geistiger und mehrfacher Behinderung bieten. Bis Ende 2018 soll das zweigeschossige Bauwerk an der Friedhofstraße 31a (Ecke Auf dem Holtfeld) fertig sein. Ein barrierefreier Neubau mit je zwei kleinen Wohneinheiten und sechs Einzelzimmern im Erd- und Obergeschoss, soll hier entstehen. Zur gemeinschaftlichen Nutzung wird es in jeder Wohneinheit eine Küche und ein Wohn- Esszimmer mit direktem Zugang zu Terrasse und Garten oder Balkon geben.

„Schon jetzt haben wir 26 Anfragen vorliegen“ berichtet Diakon Hartmut Wloka, der –  zusammen mit Christoph Mertens – Geschäftsführer der Lebensräume gestalten gGmbH (Lege) ist. Bei diesem Projekt kooperieren zwei große diakonische Träger: Die Evangelische Perthes-Stiftung e.V. und die Diakonische Stiftung Wittekindshof. „Wir wollen Menschen mit Behinderung wohnortnah die Unterstützung anzubieten, die bisher im Kreis Unna fehlt“, betonte Wloka und wies auf ein weiteres Wohnhaus hin, ab 2018 in Holzwickede entstehen soll.

Für die Tagesstrukturierenden Angebote stehen separate Räume mit eigener Terrasse (Bild) zur Verfügung.

Neben dem Wohnangebot mit 24 Einzelzimmern sind zusätzliche Räume für tagesstrukturierende Angebote geplant. Menschen mit Behinderung, die dort nicht wohnen, finden hier einen abwechslungsreichen Tages- und Wochenablauf sowie bei Bedarf individuelle Förderung.

Rund 30 neue Arbeitsplätze für pflegerische und heilpädagogische Fachkräfte entstehen. Die Baukosten belaufen sich auf rund 2,2 Millionen Euro. Von der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW liegt eine Förderzusage in Höhe von 589.400 Euro vor.

Das neue Wohnhaus für Menschen mit Behinderung entsteht an der Friedhofsstraße/ Ecke Auf dem Holtfeld und passt sich in der Gebäudehöhe und in der Außengestaltung in die Umgebungsbebauung ein