SPD im Gespräch mit IHK: Wirtschaft brummt – Ausbildung macht Sorge – Handel muss handeln

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Die Wirtschaft in der Region brummt. So ist die Einschätzung der Industrie- und Handelskammer.  Sorgenkind bleibt die Ausbildung. Und der Einzelhandel muss in die Pötte kommen, lebenswerte(re) Stadtzentren gestalten.

Über 50 Prozent der Unternehmen im Bereich der IHK-Region Dortmund-Kreis Unna-Hamm bewerten ihre Geschäftslage als Gut und weitere 42 Prozent als befriedigend. „Das stellt auch im Vergleich der letzten 5 Jahre einen Spitzenwert dar“, betont der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Dortmund, Stefan Schreiber, bei seinem Besuch der Sommersitzung der SPD-Kreistagsfraktion im Naturfreundehaus Lünen.

Hier die Pressemitteilung der SPD dazu (nicht nachrecherchiert):

Gleich zu Beginn machte die Fraktionsvorsitzende Brigitte Cziehso(Lünen) klar, dass Wirtschaft die besondere Aufgabe hat, den Bürgern Menschen gute Arbeit anzubieten, von der sie und ihre Familien leben können. Dazu gehört auch die Bereitstellung ausreichender und zukunftsträchtiger Ausbildungsplätze in den Betrieben. „Geht es den Menschen gut, profitiert auch die Wirtschaft und umgekehrt“, betont Brigitte Cziehso.

Die Zahl der versicherungspflichtig Beschäftigten im Kreis Unna befindet sich jetzt bei rund 124.000. Diese Zahl steigt seit 10 Jahren vom Tiefpunkt von knapp unter 100.000 stetig an, im vergangenen Jahr mit 1,8%.

Traditionelles Sorgenkind ist die betriebliche, duale Ausbildung. In der Region wurden 2016 rund 5000 Plätzen von den Betrieben zur Verfügung gestellt (Kreis Unna = 1500). „Immer noch eine Zahl die nicht dem Bedarf entspricht“, so Brigitte Cziehso. „Ein weiterer Rückgang wäre deshalb für die Jugendlichen fatal“, so lautet ihre Bewertung der aktuellen Lage.

Optimistisch blickt Stefan Schreiber auf das Jahresende und sieht auch in diesem Ausbildungsjahr wiederum die 5000 Ausbildungsplätze in der Region. Allerdings muss dafür noch einiges getan werden. Der stellvertretende Landrat Martin Wiggermann und Vorsitzender des Ausschusses für Arbeitsmarkt und Wirtschaftsförderung versteht die nächsten Wochen als Chance bei den Unternehmen noch um Plätze zu werben.

Unternehmen brauchen eine gute Infrastruktur, unterstrich Stefan Schreiber und benennt zwei Stichworte für den Kreis Unna aus dem Bundesverkehrswegeplan 2030:

– Vordringlicher Bedarf zur Engpassbeseitigung – 6-streifiger Ausbau BAB 1, Ausbau des Kreuzes A1/A44 sowie A1/A45
– Vordringlich ist der 4-streife Ausbau der B54 in Lünen und der weitere Bedarf betrifft den 6-streifigen Ausbau der A44 und der 8-streifige der A1 bei Schwerte.

Der IHK-Handelsreport Kreis Unna 2016 sieht einen starken Einzelhandel in den Städten und Gemeinden des Kreises. Internethandel und auch der Bevölkerungsrückgang zwingen allerdings auch über lebenswerte Zentren der Zukunft nachzudenken. Die IHK nutzt dafür auch die zahlreichen Wirtschaftsgespräche in den Kommunen des Kreises um das Thema auf die Tagesordnung zu setzen.

Stefan Schreiber beichtete abschließend über das Schwerpunktthema Digitalisierung. Eröffnet wurde 2016 das Mittelstands 4.0-Kompetenzzentrum. Bis 2018 werden durch den Bund mit 7,4 Mio. Euro 300 Veranstaltungen, 100 Workshops und rund 25 Umsetzungen in diesem Bereich gefördert.

„Daneben ist Industrie 4.0 das Zukunftsthema und die Industrie- und Handelskammer zu Dortmund wird die Unternehmen ganz wesentlich unterstützen“, konnte Stefan Schreiber den Sozialdemokraten mit auf den Weg geben.

Auf dem Foto (v.li. – Quelle SPD Kreis Unna): Oliver Kaczmarek, MdB;  Bergkamens Bürgermeister Roland Schäfer; Hartmut Ganzke, MdL und Kreisvorsitzender der Kommunalen in der SPD; Brigitte Cziehso, Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion; Landrat Michael Makiolla;
Stefan Schreiber, Hauptgeschäftsführer der IHK zu Dortmund; Selms Bürgermeister Mario Löhr.