Weder Durchfahren noch Parken: SPD Fröndenberg will autofreien Marktplatz

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Der Marktplatz von Fröndenberg. (Archivbild RBU)
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Autos runter vom Marktplatz – Verweilqualität steigern! Diesen Antrag stellt der SPD-Ortsverein Fröndenberg-Mitte. Der Marktplatz der Ruhrstadt soll nicht länger als Durchfahrstrecke genutzt werden. Und auch nicht mehr als Parkplatz. Er soll komplett autofrei werden. Erst mal für ein halbes Jahr auf Probe.

Gegen ein solches Autoverbot hatte noch vor einem Jahr der Werbering über 900 Unterschriften gesammelt: 900 sagten damals Nein zu einem autofreien Marktplatz. Die SPD der Stadtmitte sagt nun aber JA. Und legt einen Antrag an die Verwaltung vor, der für den heutigen Mittwoch (20. 9.) auf die Tagesordnung des Hauptausschusses gesetzt wurde.

Nicht nur an den Markttagen, sondern komplett an sieben Tagen in der Woche soll Fröndenbergs Stadtmittelpunkt für motorisierten Verkehr gesperrt werden, fordern die Sozialdemokraten der Stadtmitte. Ihr Ortsvereinsvorsitzender Kurt Potthoff schlägt in dem Antrag an die Stadt eine Probephase von Frühjahr bis zum Herbst kommenden Jahres vor. Eventuelle Kosten für die Sperrung sollen im Haushalt 2018 eingepflegt werden.

Auf unsere Nachfrage verdeutlichte Kurt Potthoff, dass zur Sperrung der Marktdurchfahrt dann natürlich auch ein Parkverbot auf dem Markt gehört. Diese derzeit 4 Parkbuchten vor Hoppy´s Treff und dem Markgrafen sorgen schon lange immer wieder für Diskussionen: Den einen sind sie ein Dorn im Auge, die anderen halten die Stellplätze und mit ihnen die Durchfahrerlaubnis auf dem Marktplatz als unverzichtbar für die ansässigen Geschäftsleute.

Für die Sozialdemokraten ist diese Behauptung nicht nachvollziehbar: „Alle Geschäfte und Dienstleister, die sich auf dem Markplatz befinden, sind fußläufig innerhalb von ca. 50 m bis max. 100 m zu erreichen“, argumentiert Kurt Potthoff. „Und das Parken ist auch noch kostenlos!“ Mit Parkscheibe eine Stunde lang.

Der Werbering und die anderen Unterstützer für weiteren Autoverkehr auf dem Marktplatz führten die negativen Auswirkungen für die ansässigen Geschäfte und auch der Apotheken und Arztpraxen an der Karl-Wildschütz-Straße ins Feld.

Werbering-Vorsitzender Wolfgang Hüttner sagte uns beim Abschluss der Unterschriftenaktion im Oktober 2016 (Bild oben), dass die Frequenz von Passanten auf dem Markt zu gering sei, um ihn komplett zur autofreien Verweilzone rückzubauen, mit Sitzgelegenheiten und Ruheoasen. „Um da was lukrativ zu gestalten, müsste man sehr viel Geld in die Hand nehmen.“

 

 

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