Einstellungen wie am Fließband – „Job-Wunder“ durch neues Amazon-Lager?

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„Gute Nachricht für Jobsuchende“, verkündet der WDR Dortmund – doch ist diese Nachricht wirklich ungetrübt gut? Im Netz wird darüber schon hitzig diskutiert.
Fakt ist: Das neue Amazon-Lager auf dem Westfalenhüttengelände meldet enormen Personalbedarf. Die 1000 Mitarbeiter, von denen man ausgegangen war, werden voraussichtlich nicht reichen.
„In drei Wochen soll es im neuen Lager schon losgehen. Bevor dort die Pakete durch die Halle sausen, werden jetzt Einstellungsgespräche wie am Fließband geführt. Und das Interesse war auch heute wieder riesengroß“, vermeldete am Dienstag (26. 9.) der WDR.
Laut Amazon sind schon über 300 Verträge unterschrieben. Die meisten neuen Mitarbeiter sollen vormals Arbeitslose aus Dortmund sein.

Ab Mitte kommenden Monats sollen die Arbeitstrainings starten, damit das neue Amazon-Lager fit fürs Weihnachtsgeschäft ist.

Kritiker an dem ausgerufenen „Dortmunder Job-Wunder“  – auch auf unserer  Facebookseite merken an, dass Amazon Billigjobs befördere.

Update Donnerstagmorgen. Die Gewerkschaft Verdi ruft für heute Abend e Mitarbeiter von Amazon in Werne zum Streik auf. Denn heute erscheint das neue Fifa-Spiel von Electronic Arts, und Amazon habe den Kunden versprochen, es direkt am Erscheinungstag zu liefern – was die Gewerkschaft verhindern will.

„Nicht nur der Fußball brauche faire Regeln, sondern auch die Arbeitswelt“, wird ein Verdi-Sprecher auf Antenne Unna zitiert. Den von der Gewerkschaft verlangten Tarifvertrag lehnt Amazon ab, die Bezahlung orientiere sich bereits am Tarifvertrag für die Logistikbranche.

 

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