„Angriff durch Flüchtlinge“ war nur vorgetäuscht

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Polizei NRW
Symbolbild Polizei (Foto: Rundblick)
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Sie sei von mehreren jungen Flüchtlingen überfallen und beraubt worden, behauptete eine  26-jährige Frau aus Rüthen (Kreis Soest) am Sonntag (24.9.2017)  gegenüber der Polizei. Jetzt kam heraus: Das stimmte gar nicht.

Die Kreispolizeibehörde Soest ermittelt jetzt wieder neu – aber nicht mehr gegen unbekannte Flüchtlinge wegen Raubes und Körperverletzung, sondern wegen Vortäuschens einer Straftat.

Das 26 jährige angebliche Opfer hatte erzählt, kurz nach Mitternacht beim Verlassen eines Geldinstitutes von drei Jugendlichen angesprochen worden zu sein. Allem Anschein nach handelte es sich nach Angaben der Frau um Flüchtlinge.

Diese hätten von ihr Geld gefordert, doch sie hätte sich gegen die Täter zur Wehr gesetzt und sei im Gerangel verletzt worden.

„Bei den Ermittlungen stießen die Kriminalbeamten auf Widersprüche und konfrontierten die 26-Jährige damit. Diese gestand schließlich, dass die Verletzungen aus einer Beziehungstat stammten“, berichtet die Pressestelle der Soester Polizei am heutigen Donnerstag (28. 9.).

Wieso sich die junge Frau die Geschichte mit dem Überfall ausgedacht hatte? Sie wollte ihre Verletzungen gegenüber ihren Angehörigen plausibel erklären. Um eben nicht gestehen zu müssen, dass ihr Partner sie ihr beigebracht hatte.

Jetzt muss sie sich wegen Vortäuschens einer Straftat verantworten.

Dass Straftaten erfunden werden, kommt leider vor – Schlagzeilen machte zum Beispiel dieser Fall einer angeblichen Vergewaltigung am Dortmunder U.

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