Unnas SPD-Spitze: Opposition ist nicht Mist, sondern richtig

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„Opposition ist Mist“, befand seinerzeit Franz Müntefering. Die Unnaer SPD-Spitze findet das aktuell nicht.

In identischen Erklärungen befürworten Parteichefin Anja Kolar und Fraktionschef Volker König den Gang der Bundes-SPD in die Opposition. Schluss mit der GroKo, sozialdemokratisches Profil schärfen ist jetzt geboten.

Der Entschluss des Bundesvorstandes um den krachend gescheiterten Kanzlerkandidaten Martin Schulz gleich nach den ersten Prognosen am Wahlabend wird innerhalb der SPD durchaus kontrovers diskutiert, so hält ihn z. B. Altkanzler Gerhard Schröder für falsch. Die Unnaer SPD-Führung sagt hingegen: genau richtig, das jetzt zu machen.

SPD-Stadtverbandsvorsitzende Anja Kolar

 

„Wir müssen akzeptieren, dass wir eine krachende Niederlage erlitten haben“, lassen sich Anja Kolar und Volker König auf den Websites des Stadtverbandes und der Fraktion zitieren.  „Entschlossen und mit erkennbarer Handlungsfähigkeit“ in die Opposition zu gehen sei die richtige Reaktion.

Nun Wege zu suchen, sich wieder dem altgewohnten Koalitionspartner anzudienen, hielte die Unnaer SPD-Führung für „verheerend“. Jetzt gelte es, aus der oppositionellen Rolle das Beste zu machen und „erkennbar aus ihr die stärkste Position für die Partei zu gerieren“. Die nun nötige „kraftvolle Opposition“ dürfe „nicht der AfD überlassen werden“.

Im Gegensatz zur SPD beschränkt sich die (Junge) Union Kreis Unna darauf zu betonen, man sei erneut „stärkste Kraft“ geworden. CDU-Abgeordneter Hubert Hüppe aus Werne muss sich nach dieser Wahl aus dem Bundestags verabschieden. Wir wünschen ihm an dieser Stelle persönlich alles Gute.

Beide großen Volksparteien haben bei der Bundestagswahl am Sonntag (24. 9. 17) ihr schlechtestes Ergebnis seit 1949 eingefahren.

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2 KOMMENTARE

  1. Na Bitte! Damit bestätigt sich doch die Handlungsweise der jüngsten Vergangenheit. Daß die SPD bundesweit eine derbe Niederlage kassieren mußte haben wir alle mitbekommen. Speziell für Unna finde ich diese Niederlage mehr, als nur Berechtigt.Ich habe den Eindruck, daß da wohl noch mehr kommen wird. So wie in den letzten Jahren mit wohlwollenden Bürgen umgegangen ist, hat absolut nichts mit Demokratie zu tun.