Fachtag für Flüchtlingshelfer – deren Zahl schrumpft

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Anträge ausfüllen, Wohnung suchen, Hilfsangebote vermitteln – das sind die Aufgaben ehrenamtlicher Flüchtlingshelfer. Am Samstag (30. September) gibt es einen Fachtag in Kamen dazu.

Unter dem Thema „Flucht – Integration – Ehrenamt“ können sich interessierte Helfer ab 9.30 Uhr in der Kamener Stadthalle kundig machen, wie Flüchtlingshilfe und -begleitung „geht“. In verschiedenen Workshops finden die Ehrenamtlichen Antworten auf ihre Fragen – darunter auch Argumentationshilfen gegen Stammtischparolen und Hilfe in rechtlichen Fragen.

Wie das KI auf Antenne Unna zitiert wurde, hat sich die Anzahl der ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer im Kreisgebiet seit Beginn der Flüchtlingskrise im Jahr 2015 nahezu halbiert. Mit derzeit noch rund 1500 ist ein eigentlich zu geringer Stand erreicht. Grundsätzlich herrsche nach wie vor Willkommenskultur, der „Hype“ habe sich jedoch abgeschwächt.

Ehrenamtliche Flüchtlingshelfer leisten zwei Jahre nach Beginn des Zuzugs der vielen Geflüchteten andere Aufgaben als damals: Die Anforderungen seien vielschichtiger geworden als Menschen lediglich willkommen zu heißen. Sie müssen jetzt in die Gesellschaft und möglichst den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt integriert werden.

Man will künftig mehr Geflüchtete selbst als Helfer gewinnen, z. B. fürs Dolmetschen oder als Begleitung bei Amtsgängen.

Der Fachtag in Kamen: Eröffnet wird er um 9.30 Uhr von Dr. Joachim Stamp, stellv. NRW-Ministerpräsident und Minister für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration, von Landrat Michael Makiolla und Kamens Bürgermeister Hermann Hupe.

Unser Archivfoto zeigt das Café der Begegnung in Fröndenberg.

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