Evakuierung und Massenunfall – überraschendes Notfallszenario

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Blick auf die "Patientenablage". (Fotos: Malteser Hilfsdienst e.V.)

Chemieunfall! Eine Gemeinde musste evakuiert werden – und dann kam alles ganz anders…

Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer der Malteser aus Unna und Paderborn absolvierten am Samstag vergangener Woche, dem 23. September, ihre jährliche Übung – diesmal mit einigen Überraschungen.

Das Szenario: Evakuierung der Gemeinde „Brickerfeld“ nach einem Chemie-Unfall. Doch auf dem Weg dorthin dann die eigentliche Übung: Ein schwerer Verkehrsunfall mit Bus und PKW – 40 Verletzte! Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer wussten vor dem Eintreffen am Unfallort nichts davon.

Ehrenamtlicher Malteser Helfer bei der Behandlung eines Verletzten (Foto: Malteser Hilfsdienst e.V.)

Das gewechselte Szenario war die große Herausforderung für die Helfer. Umdenken und blitzschnelles Handeln war gefragt. Ganz wie im richtigen Leben stürmten bereits in den ersten Minuten einige Darsteller auf die Helfer zu: Erstversorgung, Beruhigung und Betreuung der Menschen in ihrer verzweifelten Lage, ein enges Zusammenspiel der Sanitäts- und Betreuungseinheiten war gefragt – und funktionierte.

Kräfte aus Siegen, Brakel, Osnabrück, Rheda-Wiedenbrück, Hagen, Warendorf und weiteren Orten aus der Diözese unterstützten die Retter aus Unna und Paderborn.

Thorsten Heß, stellv. Leiter Notfallvorsorge der Diözese Paderborn, war zufrieden: Die Übung zeigte, dass die Helfer der Malteser auch in schwierigen Situationen schnell umschalten und regaieren können.

Malteser Helfer gemeinsam mit der Hövelhofer Feuerwehr bei der medizinischen Rettung eines PKW-Insassen (Foto: Malteser Hilfsdienst e.V.)
Zwei Malteser-Helfer bringen einen Verletzten zur Verletztenablage (Foto: Malteser Hilfsdienst e.V.)