Hannibal-Mieter können vermutlich Monate nicht zurück

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Die Mieter des geräumten „Hannibal 2“-Komplexes in Dorstfeld können bis auf Weiteres nicht in ihre Wohnungen zurückkehren. Die Instandsetzung des Hochhauses wird nach Einschätzung der Stadt Dortmund „eher Monate“ als Wochen dauern.

OB Ullrich Sierau. (Foto Stadt DO)

In der Stahlhalle der Dorstfelder DASA erläuterte Oberbürgermeister Ullrich Sierau den Betroffenen am Montag, 2. Oktober, noch einmal, dass die  Räumung des Wohnkomplexes alternativlos gewesen sei – wegen der vom Eigentümer verschuldeten akuten Brandschutzmängel. 

In einer aktuellen Zusammenfassung auf der Stadt-Website fasst die Verwaltung die Info-Veranstaltung zusammen:

 

Demnach diskutierten OB Sierau und Mitglieder des Krisenstabes über 2 Stunden mit rund 150 Mieterinnen und Mietern. Sierau nannte es bedauerlich, dass der Vermieter  eine Einladung zum Informationstreffen ausgeschlagen habe. Ohne ihn sei die Bewältigung der Lage schwierig.

Auch Ludger Wilde, Leiter des Krisenstabes, verdeutlichte erneut, dass das Abstellen der Mängel Aufgabe des Eigentümers sei. Ziel der Stadt sei es, dass das Gebäude wieder dem Wohnungsmarkt zur Verfügung stehe. Das werde allerdings eher Monate als Wochen dauern.

Der Eigentümer müsse die Mängel aufnehmen und den Brandschutz wieder herstellen. „Das ist die ganz klare Rollenverteilung.“ Man bremse den Eigentümer nicht. Ganz im Gegenteil: Aktivitäten seinerseits würde die Stadt ausdrücklich begrüßen.

 Sierau sagte verbesserte Hilfsangebote zu: u. a. individuelle Lösungen für Härtefälle beim Transport der Kinder zur Kita oder zur Schule, professionelles Umzugsmanagement und  finanzielle Hilfen bei einem möglichen Umzug.

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