Blutend an Haltestelle: Kein Streit unter Asylbewerbern, sondern selbst verletzt – Anzeige

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Symbolbild (Pixabay)

Kein blutiger Streit mit einem Landsmann, sondern eine vorgetäuschte Straftat – der junge Mann verletzte sich selbst.

Blutend war am Abend des 25. September ein 23jähriger Asylbewerber an einer Bushaltestelle in Soest gefunden worden. Der junge Afghane behauptete, von einem Landsmann im Streit mit einem Messer verletzt worden zu sein.

Blutende Wunden an den Unterarmen lieferten Zeugnis davon ab, zumal der 23 Jährige in Warstein gemeldete Mann den vermeintlichen Kontrahenten exakt beschreiben konnte.

“Durch intensive Ermittlungen der Kriminalpolizei entstanden Zweifel an der Darstellung des Opfers”, berichtet am heutigen Mittwoch (4. 10. 17) die Pressestelle der Kreispolizei Soest. In seiner Vernehmung räumte der 23Jährige dann auch ein, dass er sich die Verletzungen selbst zugefügt hatte.

Durch seine Lebensumstände hätte er sich in einer psychischen Ausnahmesituation befunden, die dann zu den Selbstverletzungen geführt hätten.

Gegen ihn wurde ein Verfahren wegen Vortäuschens einer Straftat eingeleitet.

Eine weitere angebliche Straftat täuschte am selben Wochenenende ebenfalls im Kreis Soest eine junge Frau vor, die behauptete, von jungen Flüchtlingen beraubt und verletzt worden zu sein: In Wahrheit war sie von ihrem Lebensgefährten verprügelt worden und wollte das vor ihren Angehörigen vertuschen. Auch sie bekam eine Anzeige wegen Vortäuschens einer Straftat.