Überfall mit Schusswaffe, Raub mit Messern, zwei Schlägereien

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Wildwest im sauerländischen Nachbarkreis. Ein brutaler Überfall mit Messern (Mehrzahl), einer mit einer Schusswaffe plus zwei wüste Prügeleien – eine mit Totschläger-Einsatz – beschäftigen die MK-Polizei.

In der Nacht zu Mittwoch, 04.10.2017, überfielen um kurz nach 1 Uhr zwei zwei maskierte Räuber eine Spielhalle am Rathausplatz in Lüdenscheid. Und sie gingen rabiat vor.

Sie bedrohten die 28jährige Mitarbeiterin und den 22jährigen Mitarbeiter mit Messern, forderten Bargeld. Die junge Frau musste sich fesseln lassen, ihr Kollege wurde gezwungen, mit den Tätern zum Tresor zu gehen und diesen zu öffnen. Anschließend brachen die Täter mehrere Spielautomaten auf, um schließlich mit Bargeld in noch unbekannter Höhe zu fliehen. Die beiden Mitarbeiter blieben leicht verletzt und vermutlich mit einem tiefen Schock zurück.

Beschreibung der Flüchtigen: zwei korpulente Männer, etwa 170-180 Zentimeter groß,  trugen schwarze Oberbekleidung und sprachen gebrochenes Deutsch.

Symbolbild.

Zwei Abende zuvor, am Montag (02.10.2017) gegen 20:30 Uhr, überfiel ein ebenfalls bewaffneter und maskierter Einzeltäter einen Verbrauchermarkt in Lüdenscheid („Unterm Freihof“). Der Räuber bedrohte einen jungen Mitarbeiter (26) mit einer Schusswaffe, forderte Bargeld. Während der Mitarbeiter das Geld aushändigte, hielt der Maskierte mit seiner Schusswaffe weitere Zeugen in Schach, die sich im Verkaufsraum aufhielten. Sobald er das Bargeld erhalten hatte, rannte er davon.

Die Beschreibung: ein ca 170-175 cm großer Mann im schwarzen Kapuzenpullover.

Zu diesem Überfall gibt es jedoch bereits ein FAHNDUNGSFOTO

Sachdienliche Hinweise zu beiden Flüchtigen nimmt die Polizei Lüdenscheid unter 02351/9099-5224 oder 9099-0 entgegen.

In Iserlohn musste die Polizei am Mittwoch zwei Mal zu Prügeleien ausrücken:

In einer Arztpraxis gerieten sich gegen 10.40 Uhr zwei Männer in die Haare, man schrie sich an, stieß Beleidigungen aus; das Verbalgefecht eskalierte, als ein Beteiligter einen Totschläger zückte und damit auf sein Gegenüber eindrosch.

Der Geprügelte, ein 38-jähriger Deutscher aus Iserlohn, erlitt mehrere Kopfplatzwunden und wurde durch eine Rettungswagenbesatzung in ein Krankenhaus gebracht. Auch sein 50-jähriger Kontrahent – mit unbekannter Staatsangehörigkeit, er soll laut Polizeisprecher Marcel Dilling aus dem Libanon stammen – trug Blessuren davon

Der Totschläger wurde sichergestellt. Beide erwartet nun ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung.

Gegen 20 Uhr prügelten sich dann noch zwei Männer am Bahnhof – vorangegangen war ein Streit, der Grund ist unbekannt. Kurz darauf schlugen der 23 jährige Deutsche und der 44 jährige Türke aufeinander ein und verletzten sich gegenseitig.

Die Quittung bekommen jetzt beide in Form einer Strafanzeige wegen Körperverletzung – gefertigt stante pedes von der Polizei.

  • Die Nationalitäten der an den Schlägereien beteiligten Männer haben wir heute Nachmittag bei Polizeisprecher Marcel Dilling erfragt.

 

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