Verkehrsschau lichtet Fröndenbergs Schilderwald – Eher geringe Chancen für mehr Tempo 30

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Verkehrsschau in Fröndenberg war angesagt – 178 Verkehrsschilder oder ganze Haltestellen werden sie nicht „überleben“.
Weitere Erkenntnis aus der Verkehrsschau in Fröndenberg: Viel Spielraum für mehr Tempo 30 besteht in der Ruhrstadt nicht.
106 Straßen nahm die Straßenverkehrsbehörde des Kreises bei ihrer turnusmäßigen Verkehrsschau in Fröndenberg in Augenschein.
Im Fokus standen Verkehrsschilder. Wo waren welche verwittert, kaputt, nicht mehr lesbar, wo konnten sie abgebaut werden, weil sie einfach sinnfrei waren? Sie kamen auf stolze 178 Stück.
Sinnfreiheit herrscht etwa an der Schulstraße und dem Strickherdicker Weg in Dellwig: Da dort die Grundschule geschlossen wurde, können nach Meinung der Kreisbehörde auch die nun überflüssigen Verkehrsschilder entfernt werden.
„Sogar eine Haltestelle können wir abbauen“, sagt Michael  Arnold von der Straßenverkehrsbehörde, denn  „nachdem es die Schule nicht mehr gibt, hält dort auch kein Bus mehr.“ Logisch.
Mitarbeiter von Stadt, Kreis, Polizei und Bezirksregierung fuhren 106 Straßen in Frömern, Strickherdicke, Dellwig, Altendorf, Langschede und Ardey ab. „Notiert haben wir 178 Verkehrszeichen und -einrichtungen, die zu richten, zu entfernen oder auszutauschen sind“, berichtet Arnold.
„Dass es so viele sind, ist wenig verwunderlich. In den westlichen Stadtteilen gibt es viele Straßen, die nicht Teil einer Tempo-30-Zone sind. Dort benötigen wir viele vorfahrtsregelnde Zeichen.“
Das erklärte Ziel, mit weniger Verkehrszeichen auszukommen, ist dabei nicht immer einfach umzusetzen. „Wenn weitere Straßen als Tempo-30-Zone ausgewiesen werden, könnten mehr Verkehrszeichen eingespart werden“, so Arnold. „Auf Hauptverkehrsstraßen, und davon gibt es in Fröndenberg viele, ist das aber oft nicht möglich.“ PK | PKU