Hannibal-Mieter auch in Flüchtlingsunterkunft einquartiert – 15 Notwohnungen ungenutzt

1
264

Leben aus dem Koffer – wie lange, ist ungewiss. Für die Mieter des evakuierten Hannibal-Hochhauses in Dortmund-Dorstfeld gibt es nach wie vor keine konkrete Perspektive, wann und ob sie wieder zurückziehen können.

Für Montag (9. 10. 17) lädt die Stadt Dortmund die fast 800 Mieterinnen und Mieter des Hannibal 2 zu einer zweiten Informationsveranstaltung in die Stahlhalle der DASA ein. “Den Betroffenen wird ein erweitertes Hilfeangebot vorgestellt”, heißt es auf der Website der Stadt. Dazu gehört unter anderem ein neues “Beratungszentrum Hannibal 2”, das in der Volkshochschule in Dorstfeld angesiedelt wird.

Viele der wegen Brandschutzmängeln ausquartierten Bewohner leben auf unabsehbare Zeit weiter aus dem Koffer.  160 von ihnen sind in einer ehemaligen Flüchtlingsunterkunft im Stadtteil Mengede untergebracht, hieß es in einem WDR-Bericht.

Diese Sammelunterkunft zwinge zum Leben auf engstem Raum: Drei Menschen teilten sich einen Raum von 8 Quadratmetern mit Metallbetten und Spindschränken. “Die Nerven liegen einfach blank, weil es so eng ist”, wird ein 39jähriger Ex-Hannibal-Mieter zitiert.

 Währendessen betont die Stadt, dass für evakuierte Hochhausmieter immer noch 15  Notwohnungen im Stadtgebiet frei stünden. Wieso sie bisher nicht in Anspruch genommen wurden, weiß sie nicht.

1 KOMMENTAR