Unter Auflagen frei – und vor den Augen der Polizei gewalttätig

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Nur unter Auflagen nicht für eine Raubtat bestraft – und vor den Augen einer Polizeistreife gewalttätig geworden. Das nennt man wohl unbelehrbar.

Montagabend (9. 10. 17), ca. 17:30 Uhr, Dortmunder Hauptbahnhof. Bundespolizisten  beobachten am Haupteingang ie einen 30-jährigen Syrer, der vor ihren Augen einem 24-jährigen Dortmunder eine Kopfnuss versetzt. 

Die Polizeibeamten schreiten ein, nehmen den Asylbewerber mit zur Wache und den angegriffenen Deutschen gleich mit dazu, um den Fall zu klären.

Auf der Wache behauptet der gewaltbereite Syrer: Der Dortmunder hätte ihm sein Smartphone gestohlen. Aber es findet sich nicht bei dem Beschuldigten, trotz gründlicher Durchsuchung.

Dann durchsuchen die Beamten auch das angebliche Diebstahlopfer. Was finden sie bei dem 30 jährigen in Kamen gemeldeten Mann?

Einen Untersuchungshaftbefehl wegen Raubes. „Dieser wurde unter mehreren Auflagen außer Kraft gesetzt“, berichtet Bundespolizeisprecher Volker Stall: Eine dieser Bedingungen war, sich straffrei zu führen. 

Eine brutale Kopfnuss gehört nun eindeutig nicht zu straffreier Lebensführung. Der Asylbewerber wird in  Gewahrsam genommen, um ihn dem Haftrichter vorzuführen. Zugleich leitet die Bundespolizei gegen ihn ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung ein.

Aber auch gegen den 24jährigen Dortmunder wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet – um festzustellen, ob er nicht doch das Smartphone gestohlen hat.