„Beängstigend“ für Fußgänger: Mehr Sicherheit an B1-Kreuzungen gefordert

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Mit „teilweise beängstigender“ Geschwindigkeit und Dichte rauscht der Schwerlastverkehr über die drei B1-Kreuzungen in Unna-Mitte, kritisiert die CDU-Seniorenunion. Sie fordert nachdrücklich mehr Sicherheit an allen drei B1-Ampelkreuzungen in Unna-Mitte: Hertingerstraße, Iserlohner Straße (B233) und Kessebürener Weg.

Den CDU-Senioren geht es vornehmlich um mehr Sicherheit für die Fußgänger. Deswegen wünschen sie in den 3 Kreuzungsbereichen Tempo 50 statt 70 auf der B1 sowie verlängerte/veränderte Grünphasen für Fußgänger.

Nämliches Sicherheitspaket hatte die SU bereits im Sommer 2013 Mal beantragt und war gescheitert. Jetzt unternimmt Vorsitzender Franz Rottinger einen zweiten Versuch. Der Antrag wird am Donnerstag (12. 10. 17) im Haupt- und Finanzausschuss beraten.

„Die Verkehrssituation auf der Bundesstraße 1, insbesondere an den Fußgängerampeln, hat sich seit 2013 noch verschlechtert“, begründet Rottinger seinen erneuten Anlauf. Da im Bereich der Straßenkreuzungen Tempo 70 auf der B1 erlaubt sei, „nähern sich alle Fahrzeuge auch mit dieser Höchstgeschwindigkeit.“

Bei der inzwischen noch gesteigerten Frequenz von Lastwagen sei das „teilweise beängstigend“, schreibt der SU-Vorsitzende: „Wiederholt sah ich bedenkliche Bremsmanöver beim Umschalten der Ampel, von Grün über Gelb auf Rot. Oder leider auch nicht!“

Mit anderen Worten – es wird bei Rot durchgefahren.

Schon häufiger, beschreibt Rottinger die Brenzligkeit der Lage, sei es ihm auch selbst passiert, dass er – auf der rechten Seite der Iserlohner Straße zur Innenstadt – die B1 überqueren wollte: „Ich bekam als Fußgänger Grün – und gleichzeitig fuhr ein Lkw aus Richtung Hertingerstraße kommend direkt an mir vorbei.“ Solche Erlebnisse habe er auch von anderen Fußgängern gehört. –

Wir berichten im vorigen November über eine Häufung gefährlicher Situationen auf den B1-Kreuzungen.

Als erfahrener Kommunalpolitiker weiß Franz Rottinger, dass die Stadt selbst keine Entscheidungshoheit über verkehrliche Änderungen auf Bundesstraßen hat. „Deswegen bitte ich Sie, sich bei den zuständigen Baulastträgern für eine schnelle Änderung massiv einzusetzen.“

IST ABHILFE IN SICHT?

Alle genannten Straßen / Kreuzungsbereiche liegen in der Zuständigkeit des Landesbetriebs Straßen.NRW. Ende November 2016 fragten wir in Sachen Gefährlichkeit auf den B1-Kreuzungen zuletzt bei der Stadt Unna nach. Sprecherin Katja Sahmel teilte uns damals mit, dass die Unfallkommission des Kreises einen Prüfauftrag für sämtliche B1-Ampelanlagen zwischen der Kreuzung Morgenstraße und der Feuer-und Rettungswache an den Landesbetrieb erteilt hätte. Die Ergebnisse mündeten zumindest nicht in eine Reduzierung auf Tempo 50.

1 KOMMENTAR

  1. Früher, Ende der 1950er/ Anfang 1960er habe ich die Kreuzung Iserlohnerstraße/B1 täglich überquert, es war mein Schulweg. Da hat es immer wieder mal Gekracht. Sogar eine Bekannte von uns, die zu dem Zeitpunkt Schwanger war, ist dort tödlich verletzt worden. Da ist immer mal was passiert. Uns glücklicherweise nie. Davon ausgehend, daß sich das Verkehrsaufkommen seit der Zeit Vervielfacht hat, gehe ich davon aus, daß da etwas geschehen muß.