Schock für ausquartierte Dorstfelder „Hannibal“-Mieter

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Es kann immer noch schlimmer kommen. Das mussten am Montagnachmittag (16. Oktober) die Mieter des geräumten Hochhauses Hannibal II in Dortmund-Dorstfeld erfahren.

Bei einer weiteren Infoveranstaltung in der DASA teilte die Stadt den rund 100 Versammelten mit, dass sie nach aktuellem Sachstand wohl erst in 2 Jahren in ihre Wohnungen zurückkehren können.

Jahre – nicht Monate. „Wir waren geschockt“, sagte eine Versammlungsteilnehmerin unserer Redaktion am frühen Abend.

Auf Wartezeiten hätten sie sich eingestellt – aber nicht auf eine derart lange Zeit. Doch liegt laut Stadt Dortmund ein neues  Brandschutzgutachten vor, nach dem eine Sanierung des wegen Brandschutzmängeln zwangsgeräumten Komplexes ca. zwei Jahre dauern werde.

Der Eigentümer des Gebäudes sei auch auf dieser Versammlung nicht erschienen, kritisierten Teilnehmer.

Die Stadt Dortmund hatte den insgesamt 800 ausquartierten Mietern bereits zugesichert, ihnen bei der Suche nach neuen Wohnungen zu helfen und beim Umzug (auch finanziell) unter die Arme zu greifen.

Am Samstag hatten ehemalige Bewohner ihrem Frust bei einer Protestdemo durch Dorstfeld Luft gemacht. Sie fordern mehr Unterstützung durch die Stadt und wollen in Hotels statt in Flüchtlingsunterkünften untergebracht werden.