Blitzer im Anhänger blitzt 5 Tage rund um die Uhr

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Dieses High Tech-Gerät blitzt… und blitzt… und blitzt…

Bis zu 5 Tage lang kann diese neuartige mobile Blitzeranlage rund um die Uhr Temposünder  erfassen, ohne dass ein Batteriewechsel nötig wird. Die Dortmunder Polizei setzt an den Autobahnen in ihrem Hoheitsbereich ab sofort eine der modernen Anlagen ein.

Ihre Tücke ist, dass sie sich in einem harmlos aussehenden Anhänger verbirgt. Er ist u. a. mit Sicherheitsglas gegen Vandalismus abgesichert und meldet zudem mögliche Attacken über Sensoren sofort per Funk an die nächste Polizeistelle, heißt es in einem Bericht des Lokalradios 91,2.

Gekostet hat die topmoderne Radar-/Anhängerkombi stolze 150.000 Euro.

UPDATE Mittwoch – die Dortmunder Polizei teilt Folgendes zu der neuen Anlage mit:

Die Dortmunder Polizei setzt erstmals einen „Enforcement Trailer“, auch Blitzanhänger genannt, ein. Der Blitzanhänger nimmt eine der bereits vorhandenen Geschwindigkeitsmessanlagen auf und verwandelt diese in eine sog. semi-stationäre Anlage. Er soll hauptsächlich in Baustellen auf der Autobahn eingesetzt werden…

Der Trailer bietet

  • eine Langfristige oder permanente Geschwindigkeitsmessung an Unfallschwerpunkten.
  • flexibles System, auch für den Einsatz an Stellen, an denen mobile Geschwindigkeitsmessungen auf Grund der Gefahr für die messenden Personen schwer – der gar nicht möglich ist.
  • Unabhängige Stromversorgung (Hochleistungsbatterien) sorgt für mehrtägigen Messbetrieb – fünf Tage lang – ohne Personaleinsatz.
  • Alarmsystem schützt die Messtechnik vor Vandalismus.
    Einfach und schnell am Messstandort auszurichten: eigener Antrieb, vollständig auf den Wagenboden absenkbar.
  • Variable Geschwindigkeitsüberwachung für verschiedene Fahrspuren und Fahrzeugklassen.
  • Misst mehrere Fahrzeuge gleichzeitig auf mehreren Spuren.
    Wie funktioniert der „Enforcement Trailer“?

Ein Laser misst die Geschwindigkeit der Autos und Lkw. Und das laut Hersteller gleichzeitig über mehrere Spuren hinweg. Fährt jemand zu schnell, lösen die Kamera und die typische rote Blitzlampe aus. Die gemessenen Geschwindigkeitsverstöße werden auf einem Datenträger gespeichert, die weitere professionelle Bearbeitung der Verstöße erfolgt auf dem üblichen Weg durch die Verkehrskommissariate.

„Unser Ziel ist unverändert: Wir wollen das Geschwindigkeitsniveau insgesamt senken. Dies ist der wirksamste Schutz – gerade der schwächsten Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger und Radfahrer – vor schweren Unfallfolgen. Um dieses Ziel zu erreichen, ist eine konsequente Ahndung festgestellter Geschwindigkeitsverstöße zwingend erforderlich!“

Fotos: Polizei Dortmund

 

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