81Jährige lässt Klau-Trio in Wohnung – Schreie schrecken Nachbarn auf

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Laute Hilfeschreie aus der Nebenwohnung schreckten einen Nachbarn auf – doch dieser konnte das räuberische Trio nicht mehr einholen.

Skrupellos am hellen Nachmittag beklaute am Dienstag (17. Oktober) ein kriminelles Grüppchen eine 81jährige Dortmunderin in ihrer eigenen Wohnung.

Die alte Dame machte den Fehler, die unbekannte Frau einzulassen, die gegen 15.20 Uhr an dem Mehrfamilienhaus in der Stadtmitte klingelte. Die Fremde behauptete, etwas zum Schreiben zu benötigen – offenbar um eine Nachricht für einen Nachbarn der 81-Jährigen zu hinterlassen.

Dieses Märchen kaufte ihr die Seniorin leider ab, öffnete hilfsbereit die Tür; die Unbekannte trat ein. Als die 81-Jährige dann Schreibutensilien holen wollte, bemerkte sie plötzlich, wie eine weitere Frau und ein Mann ihre Wohnung betraten.

Der Mann ging schnurstracks ins Schlafzimmer und griff sich zielgerichtet eine Schatulle mit Schmuckstücken darin.

Die erschrockene  81-Jährige schrie laut um Hilfe und jagte das Trio dadurch in die Flucht, leider mitsamt dem kompletten Schmuck. „Ein Nachbar versuchte noch, die Verfolgung aufzunehmen, jedoch ohne Erfolg“, berichtet Polizeisprecherin Nina Vogt.

Beschreibung der Kriminellen:

1. Frau: ca. 20 bis 30 Jahre alt, ca. 165 cm groß, blondes, schulterlanges Haar zum Zopf gebunden, dickliche Statue, trug eine Jeansjacke, sprach gebrochenes Deutsch; 2. Frau: ca. 40 Jahre alt, ca. 170 cm groß, dickliche Statue, trug ein Kopftuch und einen bunten Rock; Mann: dunkle, wellige Haare, schulterlang.

Die Polizei warnt vor diesen Trickdieben und gibt Tipps:

Schauen Sie sich Besucher vor dem Öffnen der Tür durch den Türspion oder durchs Fenster genau an.

Öffnen Sie die Tür nur bei vorgelegtem Sperrriegel – Schreibutensilien oder ähnliches können Sie auch durch die leicht geöffnete Tür herausreichen.

Lassen Sie keine Fremden in Ihre Wohnung. Bestellen Sie Unbekannte zu einem späteren Zeitpunkt wieder, wenn eine Vertrauensperson anwesend ist.

Wehren Sie sich energisch gegen zudringliche Besucher, sprechen Sie sie laut an oder rufen Sie um Hilfe.

Verlangen Sie von Amtspersonen grundsätzlich den Dienstausweis und prüfen Sie ihn sorgfältig auf Druck, Foto und Stempel. Rufen Sie im Zweifel vor dem Einlass die entsprechende Behörde an. Suchen Sie deren Telefonnummer selbst heraus.

Lassen Sie nur Handwerker in Ihre Wohnung, die Sie selbst bestellt haben oder die von der Hausverwaltung angekündigt worden sind.

Treffen Sie mit Nachbarn, die tagsüber zu Hause sind, die Vereinbarung, sich bei unbekannten Besuchern an der Wohnungstür gegenseitig Beistand zu leisten.

Wenn Sie in Ihrem Haus/Ihrer Nachbarschaft verdächtige Personen wahrnehmen, benachrichtigen Sie die Polizei über den Notruf 110.