Vollalarm bei Sim-Jü: Es war eine „Bombe“ im Bayernzelt

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Kleiner Anlass – große Wirkung. Der Großeinsatz am Samstagabend auf dem Volksfest Sim-Jü in Werne wurde durch eine Bombe ausgelöst – eine Stinkbombe.

Die Polizei stuft den Einsatz inkl ABC-Einsatztrupp (wir berichteten noch in der Nacht) rückblickend als „kleinen Zwischenfall“ ein, denn ansonsten blieb die Sim-Jü bis zum Sonntag trotz der Besuchermassen von bis zu 35.000 entspannt und weitgehend  friedlich, stellt sie fest.

Besagter „kleiner Zwischenfall“ spielte sich im Bayernzelt ab. Dort meldete der Betreiber gegen 22.10 Uhr eine „übel riechende Substanz“.

Die 400 bis 500 anwesenden Gäste wurden daraufhin per Lautsprecherdurchsagen aufgefordert, das Festzelt zu verlassen. Anschließend konnte auf der Tanzfläche verdächtige Spuren festgestellt werden: Jemand hatte offenbar eine  sogenannte „Stinkbombe“ geworfen bzw. auf der Tanzfläche zertreten.

„Erste Befürchtungen, es könnte sich gegebenenfalls um Buttersäure handeln, wurden von Spezialkräften der Feuerwehr nicht bestätigt“, gibt die Polizei beruhigend jetzt auch offizielle Entwarnung.

Die Substanz stank zwar bestialisch, war aber nicht gesundheitsgefährdend. Zwei Mitarbeiter des DRK Werne, die mit der Substanz in direkten Kontakt gekommen waren, ließen sich gleichwohl wegen leichter Übelkeit medizinisch behandeln.

Weitere Zwischenfälle auf der Sim-Jü:

Die Polizei erteilte sechs uneinsichtigen Störern Platzverweise, ein besonders widerspenstiger Randalierer musste in Gewahrsam genommen werden. 2 Anzeigen wegen Körperverletzungen und eine Diebstahlanzeige gesellten sich hinzu.

Nach Schließung der Fahrgeschäfte am frühen Sonntagmorgen gegen 01.00 Uhr setzte „erhebliche Abwanderungstendenz“ der Besucher ein, die der Veranstalter am Samstagabend zu Spitzenzeiten auf ca. 35.000 Personen schätzte.

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