Achtung! Neue Bußgelder – Rettungsgasse blockieren wird deutlich teurer

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Eine Rettungsgasse bei Vollsperrung.

Seit dem letzten Donnerstag, dem 19. Oktober, sind neue Bußgelder in Kraft getreten.

Das Blockieren einer Rettungsgasse, die Behinderung von Einsatzfahrzeugen, das Telefonieren am Steuer, Organisation oder Teilnahme an illegalen Autorennen – das alles kostet nun deutlich mehr und in einigen Fällen auch die Freiheit. Neu ist außerdem ein Verhüllungsverbot am Steuer.

Rettungsgasse blockieren

Rettungsgasse in einem Stau bilden? Das war erschreckenderweise vielen Verkehrsteilnehmern völlig unbekannt. Die Meldungen überschlugen sich – und auch wenn das Innenministerium NRW auf unsere Nachfrage angab, das es das „schon immer gegeben habe“, macht es das ja nicht besser. Ohne Rettungsgasse erreichen die Einsatzkräfte Verunfallte und Verletzte unter Umständen nicht rechtzeitig – und im Notfall zählt jede Minute!

Der Gesetzgeber reagierte nun und passte den Bußgeldkatalog entsprechend an: 200 – 320 Euro, zwei Punkte und ggf. ein Monat Fahrverbot blüht den Unverbesserlichen ab jetzt.

Einsatzwagen blockieren? Bußgeld!

Auch wer Einsatzwagen bzw. Rettungsfahrzeugen, die mit Blaulicht und Martinshorn unterwegs sind, keinen Platz macht, muss im besten Falle mit einer Geldbuße von 240 Euro und einem einmonatigen Fahrverbot rechnen.

Teilnahme oder Organisation illegaler Autorennen

Bereits seit dem 13. Oktober sind auch hier die Strafen verschärft worden. Teilnehmer und Veranstalter eines illegalen Autorennens werden ab jetzt hart bestraft: Von Geldstrafen bis hin zu Gefängnis ist einiges drin.

Dabei richtet sich die Strafe nach der Gefährdung: Bloße Teilnahme oder Organisation kann mit einer Freiheitsstrafe von bis zu 2 Jahren, Fahrerlaubnisentzug oder Bußgeld bestraft werden. Werden Unbeteiligte gefährdet, kann das bis zu 5 Jahre Gefängnis, Geldstrafe und den Lappen kosten. Kommen Menschen zu Schaden, kommt sogar eine Freiheitsstrafe von bis zu 10 Jahren in Betracht.

Handy am Steuer – Handy am Lenker

Nicht nur das Handy ist ab jetzt am Steuer verboten, auch andere technische Geräte dürfen gemäß Paragraf 23 StVO nicht mehr bedient werden: Tablets zum Beispiel oder auch das Navi. Freisprechanlagen, die mit Sprachsteuerung bedient werden, sind weiterhin erlaubt. Auch Radfahrer dürfen sich „am Lenker“ nicht mehr mit Handy erwischen lassen, dafür werden ab jetzt 55 Euro fällig. Am Steuer des Autos kommen je nach Sachlage 100 – 200 Euro, ein bis zwei Punkte in Flensburg und ein Monat Fahrverbot auf den Nutzer zu.

Neu: Das Verhüllungsverbot am Steuer

Gesicht verhüllen während der Autofahrt ist ab nun auch verboten: Maske, Schleier, Burka oder Nikab am Steuer kostet ein Bußgeld von 60 Euro. Der Hintergrund: Die Identifizierung des Fahrenden muss möglich sein, er oder sie muss auf dem Blitzerfoto erkennbar sein.

Auf Käppis, Mützen oder Sonnenbrillen trifft das allerdings nicht zu, diese verdecken nur geringfügige Teile des Gesichts. Auch Schutzhelme für Motorradfahrer sind natürlich weiterhin erlaubt.

(Quelle: Bußgeldkatalog.org)