Tumult unter Männern eskaliert in Angriff auf Polizisten

2
259

Ein vermeintlicher Diebstahl im Dortmunder Hauptbahnhof eskalierte am Sonntagmorgen in einen größeren Tumult unter 10 Männern – einer griff zwei Bundespolizisten an. Er wurde überwältigt und festgenommen.

Wie Bundespolizeisprecher Volker Stall am Montagmittag berichete, wurden gegen 06:00 Uhr früh am Sonntagmorgen (22. 10. 17) Einsatzkräfte in den Hauptbahnhof gerufen. Dort war eine Gruppe von 10 Männern aneinandergeraten.

Die  Bundespolizisten wollten die Streithähne trennen, gingen dazwischen. Einer der Aggressoren, ein 20 Jähriger aus Guinea, schwang seinen Gürtel und ging damit auf einen Kontrahenten los, berichtet Volker Stall. Die Einsatzkräfte packten ihn, entwaffneten ihn, wollten ihn zur Wache bringen.

Auf dem Weg dorthin griff jedoch plötzlich ein weiterer Afrikaner, ein 23-Jähriger aus Eritrea, die Polizisten an. Auch er wurde überwältigt und zur Wache gebracht. Ein Atemalkoholtest ergab 1,4 Promille. Sprich: deutlich alkoholisiert.

Was zu dem Tumult geführt hatte, war nicht ganz klar zu durchschauen: Der 20 Jährige, der den Gürtel geschwungen hatte (er wohnt in Dortmund), behauptete, jemand aus der Gruppe hätte ihm seine Geldbörse stehlen wollen. Er hätte sich nur verteidigt. Außerdem wäre seinem Begleiter das Smartphone geklaut worden, ebenfalls von einem aus der Gruppe.

Ob das nun alles so stimmt, müssen weitere Ermittlungen und Videoauswertungen ergeben, schließt Volker Stall seinen Bericht. Gegen beide jungen Afrikaner laufen jetzt Strafverfahren: Der 20-Jährige muss sich wegen gefährlicher Körperverletzung veranworten, der 23-Jährige (der in Mülheim/Ruhr wohnt) wegen Widerstands.

2 KOMMENTARE