Illegal hier, beim Klauen erwischt: Nun muss „geprüft“ werden, ob U-Haft möglich ist

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Das Duo hält sich schon seit geraumer Zeit unerlaubt in Deutschland auf, am Montag (23.10.17) kam ein Ermittlungsverfahren wegen schweren Diebstahls dazu. „Ob die Männer in Untersuchungshaft genommen werden können, wird derzeit noch geprüft“, schreibt Bundespolizeisprecher Volker Stall gleichwohl als Schlusssatz unter diese aktuelle Festnahmemeldung. Denn Haftgründe sind in Deutschland eine komplexe Materie.

Gegen 16:25 Uhr beobachteten Zivilfahnder der Bundespolizei die beiden Nordafrikaner (aus Tunesien und Algerien, 20 und 26 Jahre) im Dortmunder Hauptbahnhof. Sie interessierten sich auffällig für Reisende, die mit Kopfhörern im Bahnhof unterwegs waren.

In einer 29-jährigen Frau fand das Duo dann sein Opfer: Auf einer Rolltreppe zum Bahnsteig erzeugte einer der Diebe einen künstlichen Stau. Sein Komplize fischte der Frau zugleich blitzartig das Smartphone aus der Jackentasche und löste das Kopfhörerkabel.

Dies alles so schnell und unauffällig, dass die Hagenerin nichts merkte. Auf dem Bahnsteig fiel ihr auf, dass keine Musik mehr auf dem Kopfhörer lief.

Sie drehte sich um und entdeckte einen der Diebe – dieser  ließ das Gerät fallen und flüchtete. Weit kam er nicht und auch nicht sein Komplize, Bundespolizisten nahmen beide am Dietrich-Keuning-Haus fest.

Der 20jährige Tunesier und der 26 jährige Algerier halten sich laut Volker Stall illegal in Deutschland auf, haben keinen Aufenthaltstitel. Und dies schon seit geraumer Zeit nicht. Eine frische Anzeige wegen schweren Diebstahls liegt jetzt gegen sie vor. Dennoch muss die Möglichkeit einer Untersuchungshaft nach deutschem Recht jetzt erst geprüft werden.