Junge Mädchen im Maximare sexuell belästigt: Familienvater vor Gericht

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Er hat selbst ein Kleinkind, verschaffte sich gleichwohl im Erlebnisbad sein ganz eigenes „Erlebnis“ und bedrängte junge Mädchen. So lautet jedenfalls die Anklage, wegen der sich vor dem Schöffengericht Hamm heute (24.10.17.) ein junger Flüchtling aus Syrien verantworten muss.

UPDATE – der Angeklagte wurde zu 14 Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt. Er gestand und ersparte damit den jungen Opfern die Aussage vor Gericht.

Die Übergriffe auf die 13- bis 15 jährigen Mädchen passierten im Februar 2017. Der 22jährige Familienvater war am Tattag mit Frau und Kind im Maximare, wo er die im Wasser spielenden Mädchen „bedrängt und unsittlich berührt haben soll. Für die Mädchen war der Übergriff ein Schock“, beschreibt der WDR zum heutigen Prozessauftakt den Tatvorwurf an den Flüchtling. Neben Zeugenaussagen dienen Videoaufnahmen als Beweis.

Erlebnisbad Maximare. (Foto: Maximare Hamm)

Wie bereits im vorigen Jahr von uns berichtet, passierten im Jahr 2016 vermehrt sexuelle Übergriffe durch Asylbewerber im Maximare. Bis Ende August jenes Jahres waren sechs sexuelle Übergriffe durch Flüchtlinge angzeigt worden.

Der Badbetreiber reagierte darauf mit einer Security in der Aquawelt, „aufgrund von immer mehr Flüchtlingen im Bad und den damit verbundenen Probleme“. Zu diesen zählten neben den erwähnten Belästigungen auch Verstöße gegen die Baderegeln und die Kleiderordnung.

Die Zahl der Besucher im Maximare stieg im Jahr 2016 zugleich um 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr an – was die Geschäftsführung überwiegend auf die gestiegene Zahl der Zuwanderer im Bad zurückführte.

Da diese meist kaum Deutsch verstehen und auch die Baderegeln nicht kennen,  richtete die Badleitung für Flüchtlingsgruppen (ab 4 Personen) einen „Badehosen-Check“  ein: Wer keinen Badeanzug bzw. keine Badehose dabei hat, darf nicht ins Bad. Kaufen kann man Badekleidung im Maximare-Shop.

Neben einer Videoüberwachung installierte das Badmanagement außerdem Flüchtlingslotsen – ebenfalls Asylbewerber, die neben Arabisch aber auch sehr gut Englisch sprechen und gezielt ihren Landsleuten die hiesigen Gepflogenheiten erklären.