Vor Polizei davongerast, Autos gerammt, fast Joggerin überfahren – 69.000 Euro Schaden

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Fotos: Polizei NRW Dortmund

Diese halsbrecherische Flucht vor einer Verkehrskontrolle endete für einen Mercedes-Geländefahrer aus Werl in einem Fiasko – um Haaresbreite hätte er noch eine Joggerin über den Haufen gemäht.

Sonntagnachmittag, Dortmund-Hörde, Faßstraße: Eine alltägliche Situation. Ein Premium-Geländewagen wird bei erlaubten 30 km/h mit 50 km/h gemessen. Ein Beamter tritt auf die Straße, schwenkt die Polizeikelle: Anhalten bitte.

Doch der zunächst unbekannte Fahrer tut das Gegenteil, er gibt Gas und biegt in die Hafenstraße ab.

Die Beamten im Streifenwagen pronto hinterher. Kurz vor dem Ende der Hörder Hafenstraße (einer Sackgasse) sprechen Zeugen die Polizisten an:

Ein weißer Mercedes (ja, genau der) hat kurz zuvor gleich drei parkende Autos gerammt und ist dann wenige Meter entfernt abgestellt worden. Kurz zuvor konnte sich eine Joggerin nur durch einen beherzten Sprung zur Seite vor dem rasenden Wagen retten.

Fotos: Polizei NRW Dortmund
Fotos: Polizei NRW Dortmund

An dem verwaisten Mercedes machen sich weitere Zeugen bemerkbar, die die Einsatzkräfte auf einen flüchtenden Mann in Richtung des “Sea Parkhouse” hinweisen. Das Streifenteam eilt der heißen Spur hinterher, weitere Zeugen geben Hinweise auf ein Wohnhaus, in dem der Flüchtende verschwunden ist. 

Bei der Durchsuchung des Büro-/Wohnkomplexes stoßen die Beamten dann auf einen tatverdächtigen 24-Jährigen aus Werl, lassen Handschellen klicken. Bei seiner Durchsuchung wird eine geringe dreistellige Summe Bargeld und ein, so steht es im Polizeibericht, “bläuliches Pharmaprodukt” gefunden.

In seiner ersten Einlassung gibt der junge Mann zu, keine Fahrerlaubnis zu besitzen und während der Fahrt Drogen konsumiert zu haben. Im Innenraum des Mercedes finden Beamte folgerichtig auch einen Joint unter einem Sitz.

Nun hat der Werler allerhand am Hals: eine Strafanzeige unter anderem wegen Verdachts auf Unfallflucht, Fahren ohne Fahrerlaubnis sowie Fahren unter Betäubungsmitteleinfluss. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wird er entlassen und kann die nächste Bahn heim nach Werl nehmen.

Den Sachschaden schätzt die Polizei auf satte fast 70.000 Euro.

Fotos: Polizei NRW Dortmund